Scalping zählt zu den schnellsten und zugleich anspruchsvollsten Strategien im Trading. Ziel ist es, kleinste Kursbewegungen auszunutzen – oft innerhalb von Sekunden. Wer diese Technik beherrschen will, braucht nicht nur eine klare Strategie und starke Nerven, sondern vor allem einen Broker, der schnelle Ausführungen, enge Spreads und zuverlässige Technik bietet.

Wie findet man also den richtigen Broker fürs Scalping?
Wir haben drei der besten Anbieter getestet, bei denen Scalping problemlos möglich ist und zeigen Ihnen, welche Stärken sind von diesen erwarten können und worauf es bei der Wahl des richtigen Scalping Brokers in Österreich ankommt.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Scalping Broker sind Finanzdienstleister, die spezielle Handelsbedingungen für Scalping-Trader anbieten.
- Scalping ist eine kurzfristige Handelsstrategie, bei der Trader versuchen, kleine Gewinne aus wiederholten Trades zu erzielen.
- Scalping Broker bieten oft enge Spreads, schnelle Ausführungsgeschwindigkeiten und niedrige Handelskosten an.
- Scalping ist in Österreich vollkommen erlaubt und unterliegt keinerlei Einschränkungen.
- Trader sollten Scalping Broker sorgfältig recherchieren und deren Bedingungen überprüfen, um die besten Handelsmöglichkeiten zu finden.
Was ist Scalping?
Das Wort „Scalping“ bedeutet übersetzt so viel wie „skalpieren“. In diesem Sinne bedeutet es also, dass Trader mit dieser Strategie versuchen, den Markt zu skalpieren. So werden Vermögenswerte wie Aktien oder Rohstoffe in großen Mengen eingekauft und in wenigen Sekunden wieder verkauft.
Man benötigt ein großes Volumen an Vermögenswerten, um einen hohen Gewinn oder Verlust zu erzielen. Das Ziel ist es, für einen niedrigen Preis zum Beispiel viele Aktien zu kaufen und diese dann für einen minimal höheren Preis wieder zu verkaufen. Hierbei werden beim Trading minimale Marktbewegungen ausgenutzt.
Folgend klären wir einige Grundbegriffe, mit denen sich Scalper tagtäglich auseinandersetzten müssen.
Liquidität
Ein liquider Markt ist enorm wichtig für Scalper. Wenn ein Markt sehr liquide ist, dann können enge Spreads angeboten werden und wenn engere Spreads angeboten werden können, ergeben sich meistens mehr und bessere Handelsmöglichkeiten für Trader. Professionelle Scalper bevorzugen daher einen liquiden Markt.
Volatilität
Volatilität bedeutet so viel wie das Ausmaß der Schwankung von Preisen, Aktien und Devisenkursen in einer gewissen, meistens kurzen Zeit. Je höher die Volatilität, desto größer ist das Ausmaß der Schwankung vom Preisen, Aktien etc. Scalper freuen sich dementsprechend, wenn ein Kurs gerade volatil ist.
Risikomanagement
Scalper betreiben ein umfangreiches Risikomanagement und müssen unbedingt darauf achten, wie viel sie gewinnen, aber auch verlieren. Da sie mit einer sehr großen Anzahl an Trades umgehen, müssen sie Risikomanagement-Tools einsetzen, um das Risiko einzudämmen. Denn Scalping ist risikoreicher, wie man anfangs denken mag.
Der Trader muss bei den Brokern mit einer hohen Handelsfrequenz handeln, um einen wirklichen Gewinn zu erzielen. Durch hohe Volatilität und unvorhergesehene Ereignisse, die den Markt beeinflussen, besteht ein sehr hohes Risiko des Geldverlustes.
Zudem braucht der Trader sehr viel Übung und eine ausgefeilte Strategie. Der Trader muss sehr schnell auf Änderungen des Marktes reagieren und muss sehr fokussiert an sein Tagesgeschäft rangehen.
Eigenheiten vom Scalping
Nun ist es so, dass der Handel beim Scalping enorm schnell ist. Anders wie bei anderen Investments muss man nicht ewige Zeit warten, bis sich der Marktpreis erhöht und der Gewinn somit steigt. Beim Scalping ist ein Gewinn bzw. Verlust nach nur kurzer Zeit möglich, da sich hier auf kleinste Veränderungen im Markt konzentriert wird.
Um dennoch ordentlich Gewinn abzuschöpfen, wird hier meistens mit sehr hohen Hebeln gehandelt. Zudem verfolgt jeder Scalper eine etwas andere Strategie, um den Markt am besten zu skalpieren.
Manche Profis setzen sich beispielsweise zeitliche Limits, höchstens von 2 Minuten, um ihr Verlustrisiko zu vermindern. Für Anfänger jedoch bietet sich am besten ein langsamer Markt, um die verschiedenen Vorgänge im Markt zu verstehen.

Darüber hinaus sollten Anfänger immer zunächst das Scalping im Demokonto probieren. Bei dieser Strategie kann sehr schnell sehr viel Geld verloren werden, weshalb es sinnfrei ist, direkt ohne Erfahrung in den echten Markt einzusteigen.
Ist Scalping in Österreich erlaubt?
Grundsätzlich handelt es sich beim Scalping um eine legitime Handelsstrategie, die in Österreich keinerlei rechtlichen Einschränkungen unterliegt. Möglich ist aber, dass der ein oder andere Broker sehr kurzweilige Trades in schneller Abfolge nicht zulässt, unter anderem um Überlastungen der Handelsplattform zu verhindern. Dies ist vor allem bei Market Makern der Fall. Dabei handelt es sich aber um eine freie Entscheidung des jeweiligen Brokers und keine rechtliche Vorgabe.
Weitere Auswahlkriterien für Scalping Broker in Österreich
Um sich bei seiner Auswahl des Online Scalping Broker auf der sicheren Seite zu befinden, gibt es weitere Kriterien beachtet werden sollten.
Transparenz und Sicherheit
Zum einen ist es wichtig zu wissen, was der Online-Broker mit den Kundengeldern anstellt. Im besten Fall lagert und verwaltet der Online-Broker die Kundengelder auf einer separaten Bank und auf einem separaten Konto.
Dafür würde sich eine Depotbank eignen. Hinzukommt, dass der Kunde auch weiß, in welchem Land der Broker das Geld hält. Darüber hinaus soll ein Broker natürlich lizenziert sein und von mindestens einer offiziellen Institution überwacht werden.
Art der Orderweiterleitung
Zum anderen ist die Art und Weise, wie die Orders weitergeleitet werden von großer Bedeutung. Das bedeutet, dass bei einer äußert schnellen und guten Orderausführung die Gewinne der Kunden erhöht werden und das Handeln nicht frustriert.
Bei manchen Brokern kann es Minuten dauern, bis eine Order durchgeht. Solche Broker eignen sich dann logischerweise nicht fürs Scalping.
Market-Maker ungeeignet für Scalping
Hierbei ist darauf zu achten, dass es verschiedene Broker gibt. Ein sogenannter Market-Maker macht mit dem Verlust der Kunden seinen Gewinn. Daher bietet er sehr kleine Konten mit sehr hohen Hebeln an, sodass die Kunden ihr eingesetztes Kapital sehr schnell verlieren.
Ein reiner Broker arbeitet im Gegensatz zu dem Market-Maker transparenter und offener. Dieser Broker zeigt den nicht beeinflussbaren und originalen Marktwert an. Hier verlangt der reine Broker auch eine fixe Kommission, um die Order zum Marktpreis oder sogar besser auszuführen.
Vor- und Nachteile von Scalping
Im Großen und Ganzen gibt es auch beim Scalping einige Vor- und Nachteile die sie kennen sollten. Nachfolgend haben wir diese für Sie aufgelistet.
Vorteile vom Scalping
- Schnelle Gewinne: Scalping ermöglicht es Tradern, in kurzer Zeit viele Trades zu platzieren und kleine Gewinne pro Trade zu erzielen. Dies kann zu schnellen kumulierten Gewinnen führen.
- Geringe Übernachtrisiken: Da Scalper ihre Positionen normalerweise innerhalb desselben Handelstags schließen, tragen sie in der Regel keine Übernachtrisiken. Sie sind nicht den Marktschwankungen ausgesetzt, die während geschlossener Handelszeiten auftreten können.
- Niedrige Kapitalanforderungen: Aufgrund der kleinen Positionsgrößen, die bei Scalping verwendet werden, können Trader mit vergleichsweise geringem Kapital handeln.
Nachteile vom Scalping
- Hohe Transaktionskosten: Aufgrund der großen Anzahl von Trades, die beim Scalping durchgeführt werden, können die Transaktionskosten erheblich sein und einen beträchtlichen Teil der Gewinne auffressen.
- Emotionale Belastung: Scalping erfordert schnelle Entscheidungen und eine konstante Überwachung der Märkte. Dies kann zu Stress und emotionaler Erschöpfung führen, insbesondere für unerfahrene Trader.
Fazit: Welcher Broker ist der beste für Scalping?
Um den besten Broker für das Scalping zu finden, muss man sich selbst fragen, in welchem Bereich man Scalpen will. Jeder einzelne Online-Broker bietet andere Möglichkeiten für das Scalpen.
GBE Brokers eignet aufgrund seines stimmigen Angebots für nahezu jedes Asset zum scalpen – dank des hohen Hebels lassen sich auch ohne großen Kapitalaufwand große Positionen eröffnen. Aber auch die anderen Broker in unserem Vergleich liefern für Scalper durchaus Mehrwert:
AvaTrade zum Beispiel ist für das Scalpen von Indizes ausgelegt, während GBE Brokers vor allem beim Forex Scalping seine Stärken zeigt.
Am Endes des Tages gilt: Setzen Sie sich mit den verschiedenen Brokern auseinander. Nur so finden Sie heraus, welcher Anbieter am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrer Strategie passt.
Meist gestellte Fragen zu den besten Scalping Broker:
Ist Scalping legal und erlaubt?
Ja, Scalping ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ohne Probleme möglich. Es unterliegt keinen Beschränkungen oder Gesetzen seitens der Bundesregierung. Die einzigen Beschränkungen befinden sich bei manchen Brokern selbst. Diese können beispielsweise eine bestimmte Handelsfrequenz verbieten.
Ist Scalping gefährlicher als längerfristiges Trading?
Grundsätzlich kann man beim Scalping als auch beim längerfristigen Trading Geld verlieren. Da es sich bei dem Scalping um eine sehr schnelle Art des Tradings handelt, benötigt der Trader eine bessere und schnelle Reaktionszeit und muss sich sehr stark konzentrieren. Hierdurch steigt das Risiko des Verlustes, da sich der Markt sehr schnell minimal bewegt.
Wie viel Startkapital braucht man für das Scalping?
Je nach Broker wird nur eine Mindesteinzahlung von 10 € bis 100 € verlangt. Dies weist schonmal darauf hin, dass man bereits mit wenigen Euros an Startkapital mit dem Scalpen loslegen kann. Beim Scalping mit CFDs können beispielsweise auch nur wenige Cents riskiert werden.
