Trading Gruppe!

Beim Prop Trading handeln private Trader mit dem Geld einer spezialisierten Prop Trading Firma. Die dadurch erzielten Gewinne werden dann zwischen der Firma und dem Trader aufgeteilt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wer nachweislich profitabel und diszipliniert handeln kann, erhält Zugang zu deutlich größerem Handelskapital, als er privat einsetzen könnte.

Die wichtigsten Fakten zum Prop Trading in Österreich im Überblick

  • Funktionsweise – Du handelst mit dem Kapital einer Prop-Firma und behältst bei den Top-Anbietern 80–90 % der Gewinne – vor allem in Forex, Futures, Indizes und Krypto.
  • Aufnahmeverfahren – Die Bestehensquote ist niedrig: Es bestehen nur rund 5 % die Challenge, und weniger als 1 % handeln ein finanziertes Konto länger als ein Jahr profitabel.
  • Anbieter – Wir vergleichen fünf Anbieter für Österreicher; die einmalige Challenge-Gebühr liegt meist zwischen 49 und 500 €, Auszahlungen sind täglich bis wöchentlich möglich.
  • Steuern – Gewinne zählen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 23 EStG), progressiv 0–55 % – nicht über die KESt.
  • Legalität – Prop Trading ist legal, aber ohne FMA-Aufsicht und Anlegerschutz; viele Firmen verdienen vor allem an den Challenge-Gebühren.

Für österreichische Trader ist Prop Trading grundsätzlich legal und frei zugänglich. Es gibt derzeit keine spezielle nationale Regulierung für dieses Modell, weshalb Trader aus Österreich problemlos bei internationalen Anbietern teilnehmen können.

Da der regulatorische Schutz fehlt, musst Du bei der Wahl des Anbieters umso genauer hinschauen. Der Markt ist voll von Firmen, die vor allem an Deinen Challenge-Gebühren verdienen statt an Deinem Handelserfolg. Und selbst große Namen können über Nacht verschwinden, wie der Fall My Forex Funds 2023 gezeigt hat.

Mit über 10 Jahren Markterfahrung haben wir intensiv mit zahlreichen Prop Trading Anbietern zusammengearbeitet und wissen genau, welche von ihnen wirklich vertrauenswürdig sind und von welchen Du Abstand nehmen solltest.

Nachfolgend stellen wir Dir die 5 Prop Trading Firmen in Österreich vor, die nach der Auswertung der trading.at-Redaktion die besten sind.

Broker:
Vorteile:
Bewertung:
Das Angebot:
Broker:
SabioTrade Logo
Vorteile:
  • Gewinnbeteiligung von 90%
  • Einfache einstufige Challenge
  • Startkapital bis 650.000$
  • Schnelle Auszahlung & faire Regeln
  • Umfangreiches Weiterbildungsangebot
  • Funded Konten ab 119 $
Bewertung:
12345
4.8 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (30% Rabatt mit dem Code "TRADINGDE")
Broker:
IQ Capital Logo
Vorteile:
  • Instant Funding möglich
  • Kapital bis zu 2.000.000 $ skalierbar
  • Erste 10.000 $ Gewinn für 100 % Profit Split
  • Langfristig über 80% Profit Split
  • Challenges ohne Zeitlimit im Funding
  • Feste und transparente Drawdown-Grenzen
  • Hohe Hebel und Strategie-Freiheit
Bewertung:
12345
4.5 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (Bis zu 80% Rabatt mit dem Code "TRADINGDE")
Broker:
Apex Trader Funding Logo
Vorteile:
  • Großzügige Auszahlungsraten
  • Keine monatliche Gebühren
  • Kein täglicher Drawdown
  • Schnelle Auszahlungen
Bewertung:
12341
4.3 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (50% Rabatt mit dem Code "YVLUOYXD")
Broker:
The Trading Pit Logo
Vorteile:
  • Challenges bereits ab 49€
  • Für CFDs und Futures
  • Freie Brokerwahl
  • Deutscher Support für Trader
  • Konten bis zu 250.000$
  • Bis zu 80% Gewinnbeteiligung
Bewertung:
12341
4.0 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (10% Rabatt mit dem Code "TRADINGDEREBATE")
Broker:
Instant Funding Logo
Vorteile:
  • Virtuelles Demokonto
  • Direkter Start mit Funded Account
  • Gute Auswahl an Instrumenten
  • Hebel von 1:100
  • Keine Minimum Trading Tage
  • Kein Profit Target
Bewertung:
12341
3.7 / 5
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Jetzt anmelden (10% Rabatt mit dem Code "WitzelTrading")

Wie funktioniert Prop Trading?

Prop Trading Funktionsweise erklärt - Infografik
Prop Trading Funktionsweise

Beim Prop Trading handeln Trader mit Fremdkapital, das ihnen von einem Unternehmen – einer sogenannten Prop Trading Firma – zur Verfügung gestellt wird.

Um das Kapital zu erhalten, müssen Trader einen Auswahlprozess durchlaufen. Dabei gilt es bestimmte Anforderungen – z.B. eine Zielrendite, eine maximale Verlustgrenze (Drawdown) oder eine bestimmte Anzahl erfolgreicher Handelstage – zu erfüllen.

Nach erfolgreichem Abschluss erhältst Du ein vorab definiertes Kapitalvolumen. Ab diesem Punkt gelten feste Regeln:

  • Risikolimits wie täglicher Maximalverlust, Gesamt-Drawdown und Vorgaben zur Positionsgröße musst Du strikt einhalten.
  • Gewinne werden anteilig aufgeteilt – meist 70–90 % für Dich.
  • Verluste sind in einem definierten Rahmen erlaubt; darüber hinaus droht der Verlust der Finanzierung.

Die Prop Firma profitiert dabei doppelt: Sie verdient an erfolgreichen Tradern mit, ohne eigenes Personal zu beschäftigen – und sie erwirtschaftet Einnahmen über Prüfungs- und Verwaltungsgebühren. Trader hingegen erhalten Zugang zu Kapital, das sie sich selbst oft nicht leisten könnten – ohne Kreditrisiko, aber mit klaren Regeln.

Klassisches Prop Trading vs. Retail

Wenn von „Prop Trading“ die Rede ist, sind eigentlich zwei sehr unterschiedliche Modelle gemeint:

  • Klassisches Prop Trading (Wall Street): Hier handelt ein spezialisiertes Handelshaus oder die Eigenhandelsabteilung einer Bank mit echtem Firmenkapital. Sie stellt Trader fest an, spezialisiert sich auf bestimmte Märkte oder Strategien wie Market Making, Arbitrage oder Hochfrequenzhandel und trägt das volle Kapitalrisiko selbst. In eine solche Position kommst Du nur über eine klassische Karriere im Finanzsektor.
  • Modernes Online-Prop-Trading (Funded Trader): Diese Variante steht jedem privaten Trader offen. Du absolvierst eine kostenpflichtige Challenge, handelst dabei meist in einer simulierten Umgebung, bekommst bei Erfolg ein Konto und einen Gewinnanteil und wählst Deine Märkte und Strategien weitgehend selbst. Du bist nicht angestellt, sondern selbstständig tätig.

Die Unterscheidung ist wichtig, weil Prop Trading im Retail-Bereich oft mit der institutionellen Variante verwechselt wird. Für Dich als privater Trader ist jedoch fast ausschließlich die zweite Option relevant.

Aufnahmeverfahren beim Prop Trading

Ein Aufnahmeverfahren – auch bekannt als Evaluation oder Challenge – ist bei den meisten Prop Trading Firmen Standard. Diese Prüfphase dient dazu, die Trading-Fähigkeiten von Bewerbern zu testen, bevor echtes Kapital zur Verfügung gestellt wird.

Die meisten Aufnahmeverfahren sind dreistufig aufgebaut:

  1. Bewerbung und Evaluationsphase: Interessierte Trader müssen sich bewerben und durchlaufen eine Evaluationsphase, in der sie ihre Handelsfähigkeiten unter Beweis stellen. Diese Phase beinhaltet oft das Erreichen eines bestimmten Gewinnziels, die Einhaltung von Verlustbegrenzungen (Drawdowns) und das Demonstrieren konsistenter Handelsstrategien.
  2. Verifizierung: Nach erfolgreichem Abschluss der Evaluationsphase folgt eine Verifizierungsphase, in der die Handelsfähigkeiten weiter geprüft werden. Hierbei müssen Trader weiterhin strikte Risikobegrenzungen einhalten und ihre Fähigkeit zur Umsetzung effektiver Handelsstrategien demonstrieren.
  3. Zugang zu Firmenkapital: Nach bestandener Verifizierung schaltet die Firma Dein finanziertes Konto frei. Ab jetzt gilt das Regelwerk aus dem Funding-Vertrag: Hältst Du die Limits ein, fließen die ersten Auszahlungen – reißt Du eines, ist die Finanzierung weg.

Während des Evaluierungsprozesses erheben viele Prop Firmen eine einmalige Gebühr – abhängig vom angestrebten Funding-Level (z. B. $25.000, $50.000 oder $100.000). Diese Gebühr deckt meist auch den Zugang zur Handelsplattform, zur Analyse-Software und zu Lernmaterialien ab.

Tipp
Manche Anbieter erstatten dir die Gebühr für eine bestandene Challenge, sobald Du Deine erste Auszahlung erhalten hast. Bei The Trading Pit gilt das für die Classic-Modelle, nicht für Prime – dort fällt stattdessen eine Aktivierungsgebühr an.

Gibt es Prop Trading Firmen ohne Aufnahmeverfahren?

Nein. Praktisch alle etablierten Prop Trading Firmen setzen auf ein Evaluierungs- oder Challenge-Verfahren, um die Risikokompetenz und Handelsfähigkeiten ihrer Trader sicherzustellen.

Es gibt jedoch Alternative Modelle, die vom klassischen Evaluationsverfahren abweichen:

  • Ausnahmen „One-Step“ oder „Instant Funding“: Einige Anbieter bieten sogenannte „One-Step“-Programme an, bei denen die übliche zweite Verifizierungsphase entfällt. Dennoch gibt es auch hier klare Ziele (Rendite- und Drawdown-Limits), die im Demokonto erreicht werden müssen.
  • Direktfunding gegen Eigenkapital: Varianten ohne klassische Challenge findest Du bei Anbietern, die statt einer Prüfung eine Einlage verlangen (z. B. ein Sicherheitsdeposit). Nach Zahlung der Gebühr erhältst Du sofort Zugriff auf ein Live-Konto. Dieses Modell ist jedoch kein Verzicht auf Risikokontrolle, sondern verlagert den Filter von einer Leistungsprüfung auf die Zahlungsbereitschaft.
  • Track-Record-Bewerbung: Eine weitere Alternative sind Firmen, die kein standardisiertes Challenge-Programm anbieten, sondern einen nachweisbaren Trading-Track-Record voraussetzen – etwa eine Performance-Historie über mehrere Monate.

Ein vollständig evalutionsfreies Prop-Trading-Modell, bei dem keinerlei Leistungskriterien geprüft werden, wirst Du nur schwer finden. Alle gängigen Konzepte arbeiten in irgendeiner Form mit Risikogrenzen und Performance-Vorgaben.

Achte bei „No-Challenge“-Angeboten besonders auf versteckte Gebühren und schärfere Drawdown-Limits.

Vor- und Nachteile von Prop Trading

Prop Trading Vorteile Nachteile erklärt

Prop Trading lohnt sich für dich nur, wenn Du schon seit mindestens sechs Monaten konstant profitabel handelst. Kannst Du das nicht, zahlst Du am Ende vor allem Challenge-Gebühren. Auch, wenn Du bereits profitabel bist, sollte Deine endgültige Entscheidung von den Vor- und Nachteilen des Prop Tradings abhängen.

Vorteile

Prop Trading ist attraktiv – vor allem für Menschen, die hauptberuflich traden wollen, aber nicht über das nötige Eigenkapital verfügen. Die Vorteile machen Prop Trading für diese Zielgruppe oft zur ersten Wahl.

1. Du bist Dein eigener Chef

Anders als ein angestellter Bank-Trader, der Kundenaufträge abwickelt und an Vorgaben hängt, entscheidest Du selbst, welche Märkte Du handelst, zu welchen Zeiten und mit welcher Strategie.

Niemand schreibt Dir vor, morgens um neun am Schreibtisch zu sitzen. Solange Du die Risikoregeln der Firma einhältst, gehört der Rest Dir. Das ist der eigentliche Reiz am Prop Trading.

2. Mehr Kapital, als Du selbst hast

50.000 $ Handelskapital, ohne 50.000 $ zu besitzen – das ist der eigentliche Reiz. Nach bestandener Challenge steuerst Du ein Firmenkonto, das ein Vielfaches Deines Eigenkapitals beträgt, und behältst bei den Top-Anbietern 80 bis 90 % der Gewinne. Dein Risiko bleibt dabei auf die Challenge-Gebühr begrenzt.

3. Vollzeit-Einkommen möglich

Prop Trading kann der Weg vom Nebenher- zum Vollzeit-Trader sein. Die Skalierung macht es möglich: Handelst Du über Monate konstant profitabel, stockst Du Dein finanziertes Konto schrittweise auf und verdienst mit größerem Kapital mehr, ohne mehr eigenes Geld zu riskieren.

Manche Firmen liefern dazu echte Ausbildung, etwa SabioTrade mit seiner Academy. Den Pfad gehen aber nur die wenigen, die dauerhaft diszipliniert bleiben.

4. Freie Tool-Wahl statt Bank-Software

Anders als eine Bankabteilung hast Du als Prop Trader die freie Wahl, mit welchen Tools Du arbeitest. Drei Werkzeuge nutzen erfahrene Prop Trader regelmäßig:

  • Trade-Copier wie Duplikium: Ein einziges Setup wird automatisch auf mehrere Konten gespiegelt. Lässt Du dieselbe Strategie über fünf finanzierte Konten laufen, vervielfachst Du die Auszahlung, ohne fünfmal manuell klicken zu müssen.
  • Multi-Account-Setup bei Apex: Apex erlaubt als einziger großer Futures-Anbieter bis zu 20 parallele Konten mit integriertem Copy-Trading – ein Konto führt, bis zu 19 folgen. Das ist die größte Skalierungsgrenze der Branche.
  • KI-gestützte Trade-Journale: Tools, die Deine Handelshistorie auswerten und zeigen, in welcher Session und bei welchem Setup Du wirklich verdienst – und wo Du Geld verbrennst.

Skalierung schneidet aber in beide Richtungen. 20 Konten bedeuten auch 20 Drawdown-Uhren, 20 Aktivierungsgebühren und spürbar schlechtere Fills, je mehr Konten denselben Trade gleichzeitig abfeuern. Die meisten aktiven Trader stoßen schon bei fünf bis zehn Konten an die sinnvolle Grenze.

Nachteile

Neben den doch vielen Vorteilen vom Prop Trading in Österreich, gibt es jedoch auch einige Punkte, die Trader abschrecken und Limitierungen für die Unternehmen selbst darstellen. 

1. Hohes Risiko

Viele Plattformen werben damit, dass Du „kein eigenes Risiko“ trägst, weil Du mit dem Kapital der Firma handelst. Das stimmt nur halb. Dein Einsatz ist die Challenge-Gebühr, und die ist weg, sobald Du scheiterst. Weil nur ein kleiner Teil der Teilnehmer durchkommt, ist genau das der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Dazu kommen die Regeln selbst: Ein enger Tages- oder Gesamt-Drawdown kann Dein Konto schon nach einem einzigen schlechten Tag beenden – Konto und Gebühr sind dann gleichzeitig futsch. Und da Du auf einem simulierten Konto handelst, bei dem die Firma die Gegenseite ist, bestimmt sie die Spielregeln: Spreads, Drawdown-Logik, Auszahlungsbedingungen. Im schlimmsten Fall verschwindet ein Anbieter samt offener Auszahlungen über Nacht.

Lehrstück: der Fall My Forex Funds

2023 traf es den damals größten Namen der Branche. Die US-Aufsicht CFTC und die kanadische OSC gingen gegen My Forex Funds vor. Der Vorwurf: Die Firma soll über 310 Millionen US-Dollar an Gebühren von mehr als 135.000 Kunden betrügerisch eingeworben haben.

Trader glaubten, gegen echte Liquiditätsanbieter zu handeln, saßen aber auf simulierten Konten, bei denen die Firma selbst die Gegenseite war. Die Plattform wurde praktisch über Nacht abgeschaltet, Konten eingefroren, Auszahlungen blieben offen. 2025 wurde das Verfahren eingestellt, weil die Aufsicht laut Gericht in böser Absicht gehandelt und entlastende Beweise zurückgehalten hatte. My Forex Funds gilt damit rechtlich nicht als überführt.

Die Lehre deckt sich mit der FMA-Warnung: Auf simulierten Konten bestimmt die Firma die Spielregeln und ist oft selbst Deine Gegenseite. Genau deshalb zählen nachvollziehbare Handelsbedingungen und eine belegbare Auszahlungshistorie mehr als jeder Rabattcode.

2. Regulierung: Kein Verbraucherschutz wie bei einem Broker

Die FMA hat sich klar zu Prop Trading positioniert: Die meisten Prop-Trading-Plattformen stehen unter keiner behördlichen Aufsicht und müssen die strengen Anforderungen für regulierte Finanzdienstleister schlicht nicht erfüllen. Du genießt als Prop Trader also weder den Anlegerschutz noch die Schutzmechanismen, die bei einem konzessionierten Broker greifen.

Noch deutlicher wird die Behörde beim Geschäftsmodell selbst. Sie vergleicht kostenpflichtige Challenges mit dem Verhältnis zwischen Spieler und Spielbank: Der Gewinn der einen Seite ist häufig der Verlust der anderen und die Regeln legt allein das Unternehmen fest. Die FMA nennt das einen „strukturellen Vorteil des Unternehmens“.

Zwei konkrete Warnsignale solltest Du kennen:

  • Überhöhte Spreads. Trader berichten von Spreads weit über dem echten Markt. Das FMA-Beispiel: Marktspread 0,8 Pips, Spread der Prop Firm 2,5 Pips. Eine bei 1,0000 eröffnete Position ließe sich sofort nur zu 0,9975 schließen – sie startet im Minus, obwohl sich der Markt keinen Tick bewegt hat.
  • Aggressive Rabatte. Nachlässe von bis zu 90 % sollen ein günstiges Profi-Umfeld suggerieren. Dahinter steckt oft Kalkül: Leistungsdruck und Gamification sorgen dafür, dass Du immer wieder eine neue Challenge kaufst.

Deswegen ist Prop Trading nicht automatisch unseriös. Aber Du musst die Challenge-Gebühr als echten Kostenfaktor behandeln.

Hinzu kommt: Viele Plattformen legen nicht offen, ob überhaupt echtes Trading stattfindet oder nach welchen Regeln sie Konten schließen.

3. Die Firma bestimmt, was und wie Du handeln darfst

Als Prop Trader hast Du keine freie Hand bei der Marktauswahl: Jeder Anbieter legt fest, welche Märkte und Strategien erlaubt sind.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbieter sind groß: Apex ist beispielsweise ein reiner Futures-Anbieter. Aktien gibt es dort nicht, und aktuell sind sogar alle Metalle ausgesetzt. Auch bei Instant Funding fehlt aktuell der Aktienhandel komplett.

Weitere Grenzen sind Dir bei den Strategien gesetzt: Hochfrequenzhandel ist bei praktisch allen Retail-Anbietern ausgeschlossen, manche untersagen zusätzlich News-Trading oder bestimmte Formen der Automatisierung. Prüfe deshalb vor dem Kauf einer Challenge, ob Deine Märkte und Deine Strategie überhaupt zugelassen sind. Andernfalls zahlst Du für ein Konto, das nicht zu Deinem Handelsstil passt.

4. Die meisten scheitern an der Challenge

Nur ein kleiner Teil der Teilnehmer besteht die Evaluierung. Branchenschätzungen zufolge handeln weniger als 1 % aller Prop Trader länger als ein Jahr profitabel.

Deine größte Hürde beim Prop Trading ist das Regelwerk. Jeder Anbieter konzipiert seine Regeln so, dass nur diszipliniertes, risikoarmes Handeln durchkommt. Am häufigsten scheitern Prop Trader an folgenden Punkten:

  • Zu hohe Positionsgrößen
  • Zu hohes Risiko pro Trade
  • Revenge-Trading
  • Verbotene Praktiken
  • Regeln nicht vorab gelesen

Diese Gründe haben nichts mit dem Markt zu tun und liegen in Deiner Hand. Setze Dich also im Voraus genau mit den Regeln des Anbieters auseinander und kontrolliere bewusst Dein Risiko, um die größtmöglichen Erfolgschancen zu haben.

Ist Prop Trading in Österreich legal?

Ja – es gibt keinerlei rechtliche Beschränkungen für Prop Trading in Österreich, denn das moderne Prop Trading wird auf Demokonten (virtuell) durchgeführt. Du kannst also bedenkenlos bei einer Prop Trading Firma einsteigen. Sei Dir aber des Risikos bewusst, wenn die jeweilige Firma außerhalb Österreichs bzw. der EU sitzt. Denn in diesem Fall fällt der regulatorische Schutz gegebenenfalls geringer aus.

Prop Trading Steuern in Österreich

Gewinne aus Prop Trading unterliegen in Österreich der Einkommensteuer und nicht der KESt, denn Du handelst auf Demokonten und erzielst keine Kapitalerträge. Deine Gewinnbeteiligung gilt steuerlich als Betriebseinnahme und muss entsprechend deklariert werden.

Der Grund: Du handelst nicht mit eigenem Kapital, sondern erhältst eine Gewinnbeteiligung aus einer Tätigkeit für ein Unternehmen. Das sind keine klassischen Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne, sondern betrieblich erwirtschaftete Einnahmen.

Das bedeutet:

  • Die Kapitalertragsteuer (27,5 %) greift nur bei Gewinnen aus privatem Kapital, nicht bei einer Gewinnbeteiligung ohne eigenes Investment.
  • Deine Einkünfte zählen als Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 23 EStG) und werden progressiv mit 0–55 % besteuert.
  • Du gibst sie in der Einkommensteuererklärung an (Beilage E1a), inklusive aller Betriebsausgaben.

Bist Du regelmäßig für eine Prop Trading Firma tätig, meldest Du ein Gewerbe an und registrierst Dich beim Finanzamt. Die Umsatzsteuer ist dank Reverse-Charge meist kein Thema – dazu unten mehr.

Brauche ich ein Gewerbe in Österreich zum Prop Trading?

Ja, wenn Du in Österreich regelmäßig als Prop Trader tätig ist, musst Du ein Gewerbe anmelden. Denn Prop Trading gilt als selbstständige, wiederkehrende Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht – und unterliegt damit der Gewerbeordnung.

Welche Gewerbeform ist geeignet?

Die einfachste Form ist das Einzelunternehmen. Hier ist der bürokratische Aufwand am geringsten und die Anmeldung kostet meist unter 100 Euro.

Alternativ ist auch die Gründung einer GmbH möglich, was jedoch höhere Anforderungen und Kosten mit sich bringt.

Die Anmeldung ist online über das Unternehmensserviceportal (USP) oder direkt bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde möglich. Notwendig sind:

  • Gültiger Lichtbildausweis
  • Meldezettel
  • ggf. Nachweis der fachlichen Befähigung (bei reglementierten Gewerben – beim Prop Trading meist nicht nötig)

Umsatzsteuer & Reverse-Charge-Verfahren

Bei der Umsatzsteuer greifen zwei Regeln ineinander, die Du zu Deinem Vorteil nutzen kannst:

Liegt Dein Jahresumsatz unter 55.000 € brutto, fällst Du unter die Kleinunternehmerregelung und bist von der Umsatzsteuer befreit. Vorsteuer kannst Du dann allerdings auch nicht geltend machen. Bis zu einer Toleranzgrenze von 60.500 € bleibst Du im laufenden Jahr noch befreit.

Wichtiger für Prop Trader ist aber der zweite Punkt: Handelst Du für eine Firma mit Sitz im Ausland – bei Prop Trading ist das fast immer der Fall – schuldest Du in Österreich keine Umsatzsteuer. Innerhalb der EU regelt das das Reverse-Charge-Verfahren: Die Steuer trägt der ausländische Leistungsempfänger, nicht Du. Für solche EU-Geschäfte brauchst Du eine UID-Nummer, die Du beim Finanzamt beantragst.

Reverse-Charge-Umsätze zählen nicht in die 55.000-€-Grenze hinein. Verdienst Du ausschließlich bei ausländischen Anbietern, bleibt die Umsatzsteuerfrage für Dich meist ohnehin außen vor.

Was kannst Du als Prop Trader absetzen?

Weil Du als Prop Trader gewerblich tätig bist, zählt für die Steuer nicht Dein Brutto-Gewinnanteil, sondern Dein Gewinn nach Kosten.

Davon fällt einiges an:

  • Challenge-Gebühren
  • Software- und Datenabos
  • Weiterbildung
  • Evtl. Hardware und Arbeitszimmer

Diese Punkte sind klassische Betriebsausgaben, die Du gegenrechnen kannst. Insbesondere die oft mehrfach gekauften Challenges summieren sich und mindern Deine Steuerlast entsprechend.

Achtung: Mit dem Gewerbe kommt die Sozialversicherung. Ab einem Jahresgewinn von rund 6.000 € wirst Du bei der SVS pflichtversichert, und deren Beiträge sind neben der Einkommenssteuer ein echter Kostenblock. Liegst Du darunter, kannst Du Dich unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflichtversicherung ausnehmen lassen.

Prop Trading vs. Hedgefonds

Prop Trading und Hedgefonds sind beides Formen der Anlageverwaltung, weisen aber einige wesentliche Unterschiede auf. Beim Prop Trading wird das eigene Kapital eines Unternehmens für den Handel an den Finanzmärkten eingesetzt. 

Hedgefonds hingegen sind private Anlagevehikel, die das Kapital einer Vielzahl von Anlegern bündeln, um mit einer breiten Palette von Vermögenswerten zu handeln und dabei eine Vielzahl von Anlagestrategien anzuwenden. Hedgefonds sind in der Regel breiter gestreut und weniger riskant als der Prop Trading Handel, und sie unterliegen einer stärkeren aufsichtsrechtlichen Kontrolle.

Die 5 besten Anbieter für Prop Trading in Österreich

Für Dich als österreichischen Trader gelten praktisch dieselben Bedingungen wie im Rest der EU. Der Wohnsitz macht bei der Anbieterwahl kaum einen Unterschied. Diese fünf haben in unserer Auswertung am besten abgeschnitten:

1. SabioTrade

Homepage der deutschsprachigen Website von SabioTrade
Homepage der deutschsprachigen Website von SabioTrade

Unser Testsieger SabioTrade bietet die besten Konditionen, um schnell profitabel zu werden. Prop Trader dürfen dort bis zu 90% ihrer Gewinne behalten und die Challenge ist mit einem Profitziel von 10% ohne Zeitlimit auch für Anfänger realistisch.

Auch in puncto Weiterbildung macht SabioTrade es Einsteigern leicht: Gegen einen geringen Aufpreis (ab $ 6,93) stehen eine Reihe professioneller Weiterbildungskurse zur Verfügung, mit denen Trader in wenigen Wochen Grundlagen und langfristig profitable Strategien lernen.

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kontotypen mit einem großzügigen täglichen Drawdown von 5% sowie 6% Maximalverlust. Auszahlungen sind auf Wochenbasis möglich und setzen keine Mindesthandelstage voraus.

SabioTrade Konditionen im Überblick

Kontogrößen20.000–650.000 $ (5 Kontotypen)
Evaluation1-Phasen-Challenge, 10 % Profitziel, kein Zeitlimit
Max. Drawdown6 % gesamt / 5 % täglich
Profit-Splitbis 90 % (ab Advanced), 80 % in kleineren Modellen
Gebühr ab119 $, rückerstattbar bei Bestehen
Auszahlungwöchentlich, keine Mindesthandelstage
Plattform/Assetshauseigene Plattform (kein MT4/5), 250+ Assets

Das kleinste Modell ist mit einer einmaligen Gebühr von $119 relativ günstig. Wir empfehlen jedoch das Advanced-Modell, um den 90%-Profit-Split zu erhalten, ohne übermäßig hohe Gebühren zu zahlen.

Für das Trading selbst stellt SabioTrade eine hauseigene Plattform für Desktop und als App für Android/iOS zur Verfügung, die direkt aus dem Dashboard zugänglich ist. Der „SabioTraderoom“ bietet Zugang zu über 250 Assets, die sich über alle wichtigen Märkte erstrecken:

  • Forex
  • Krypto
  • Aktien
  • Indizes
  • ETFs
  • Rohstoffe

Professionelle technische Analysen, sauberes Risikomanagement und komfortable Order-Platzierung sind dank der umfangreichen Tools und Funktionen kein Problem. Geboten sind unter anderem über 100 Indikatoren, Order-Platzierung mit SL und TP direkt aus dem Chart und anpassbare Analysevorlagen.

Unser Fazit: SabioTrade überzeugt mit den besten Konditionen in unserem Test. In Kombination mit seiner professionellen Trading-Plattform, den günstigen Gebühren und dem hohen Profit-Split ist SabioTrade der beste Anbieter für Prop Trader in Österreich.

Vor- und Nachteile von SabioTrade

Vorteile

  • 90% Profit-Split
  • Einfache Challenge mit 10 % Profitziel und ohne Zeitlimit
  • Wöchentliche Auszahlungen ohne Mindesthandelstage
  • Professionelle Trading-Plattform für Desktop und Mobile
  • Günstige Gebühren

Nachteile

  • Gelegentliche Performance-Einbrüche in der Mobile Trading App

2. IQ Capital

Homepage der deutschsprachigen Website von IQ Capital
Homepage der deutschsprachigen Website von IQ Capital

Platz zwei geht an IQ Capital. Die ersten 10.000 $ Gewinn behältst Du zu 100 %, danach gilt ein Split von 80 %, dazu kommen Instant Funding, kein Zeitlimit im Funding und täglich mögliche Auszahlungen.

Das sind Bedingungen, die im Markt selten zusammenkommen. Den Sprung auf Platz eins verhindert nur die Einstiegshürde: anspruchsvolle Plattformen und ein Drawdown von 0,5–1 % pro Einzeltrade, der Anfängern wenig verzeiht.

Je nach Kontomodell haben Prop Trader bei IQ Capital die Auswahl zwischen vier verschiedenen Handelsplattformen:

  • Volumetrica (Krypto-Kontomodell)
  • ATAS (Futures-Kontomodell)
  • Deepchart (Futures-Kontomodell)
  • Quantower (Futures-Kontomodell)

Diese gehören zu den besten auf dem Markt, allerdings könnten sich Anfänger mit der Komplexität der Plattformen schwertun. Dass IQ Capital vor allem fortgeschrittene Trader ansprechen will, zeigt sich auch an dem bescheidenen Weiterbildungsangebot.

Auch die Verlustlimits sind definitiv nichts für Anfänger: Der Drawdown von 0,5 % – 1 % pro Einzeltrade ist ohne sehr genaues Risikomanagement schnell überschritten. Hinzu kommt ein fixer maximaler Drawdown von 3.000 $ – 6.000 $ (je nach Kontomodell) – hier ist also strikte Positionsgrößenkontrolle gefragt.

Prop Trader können zwischen einer klassischen 1-Step-Challenge und einem Instant-Funding-Modell wählen. Die Challenge ist mit einem Profit-Ziel von nur 8% leicht zu meistern. Zwar gilt hier das Zeitlimit von 1 Monat, dieses lässt sich jedoch gegen Aufpreis von 39 $ beliebig verlängern.

IQ Capital Konditionen im Überblick

KontogrößenCrypto/CFD 10.000–200.000 $, Futures 50.000–100.000 $, skalierbar bis 2.000.000 $
Evaluation1-Step-Challenge (8 % Ziel, 1 Monat, gegen 39 $ verlängerbar) oder Instant Funding
Max. Drawdown0,5–1 % Risiko pro Trade; fixer Max-Drawdown 3.000–6.000 $ je Kontomodell
Profit-Split80 %, erste 10.000 $ zu 100 %
Gebühr ab1 $ (kleinstes Modell); nach Funding 5 $ (Crypto) / 39 $ (Futures) mtl.
Auszahlungtäglich (ab 10 Handelstagen), in BTC/ETH/USDT/USDC
PlattformenVolumetrica, ATAS, Deepchart, Quantower

Die ersten 10.000 $ Gewinn dürfen Trader bei IQ Capital zu 100% behalten. Danach gilt ein Profit-Split von 80%, was überdurchschnittlich gut ist.

Da sich IQ Capital als krypto-natives Unternehmen versteht, sind Auszahlungen grundsätzlich nur in BTC, ETH, USDT und USDC möglich. Dafür sind die Auszahlungsregeln sehr flexibel: Payouts können täglich beantragt werden, sobald mindestens 10 aktive Handelstage im Account vorliegen.

Trading.at-Redaktionstipp: Teste IQ Capital erst über das 1-$-Einstiegsangebot, bevor Du eine größere Challenge kaufst. So lernst Du die Drawdown-Regeln (maximal 30 % des Targets pro Tag, 5–6 % gesamt) risikoarm kennen. Das günstige Konto ist aber klein, der echte Funding-Schritt kostet später regulär.

Vor- und Nachteile von IQ Capital

Vorteile

  • Bester Prop Trading Anbieter für Krypto-Trading
  • 100 % Gewinnbeteiligung auf die ersten 10.000 $
  • Moderates Profit-Ziel (8 %) in der Challenge
  • Instant Funding verfügbar
  • 4 professionelle Trading-Plattformen

Nachteile

  • Hoher Schwierigkeitsgrad für Anfänger
  • Nur 1 Monat Zeitlimit für Challenge (gegen Aufpreis verlängerbar)
Jetzt Prop Trader bei IQ Capital werden!(Bis zu 80% Rabatt mit dem Code "TRADINGDE")

3. Apex Trader Funding

Website von Apex Trader Funding
Website von Apex Trader Funding

Apex ist der stärkste Anbieter für reine Futures-Trader: 100 % Split auf die ersten 25.000 $, danach 90 %, dazu eine riesige Futures-Auswahl. Für Platz drei statt weiter oben reicht es, weil Website und Support nicht auf Deutsch verfügbar sind und der reine Futures-Fokus weniger Trader abholt als die breiteren Angebote von SabioTrade und IQ Capital.

Bei den Märkten lässt Apex viel Freiraum: Futures auf Indizes, Zinsen, Währungen, Energie, Edelmetalle und Krypto, dazu Mini-Kontrakte wie den Micro E-Mini S&P 500. Aktien gibt es nicht – Apex ist reiner Futures-Anbieter.

Apex Konditionen im Überblick

Kontogrößen25.000–300.000 $ (7 Stufen)
Evaluation1-Step, Einmalgebühr; EOD-Trailing-Drawdown (Standard) oder Intraday
Profit-Zielje Größe (z. B. 25K → 1.500 $, 50K → 3.000 $)
Max. Drawdowntrailing je Größe (z. B. 25K → 1.500 $, 50K → 2.500 $)
Profit-Split100 % auf die ersten 25.000 $, danach 90 %
GebührEinmalgebühr je Größe + Aktivierungsgebühr beim Funding (Höhe prüfen)
Auszahlung24–48 h (Wise/ACH)
Assetsnur Futures

Für reine Futures-Trader, die mit einem englischen Dashboard kein Problem haben, ist Apex damit eine der naheliegendsten Adressen. Die eigentliche Hürde ist nicht das Profitziel, sondern der Trailing-Drawdown: Er zieht mit Deinem Kontostand mit und beendet das Konto beim ersten Reißen. Du musst daher mit engen Stops arbeiten und Gewinne zügig absichern, um bei diesem Anbieter Erfolg zu haben.

Vor- und Nachteile von Apex Trader Funding

Vorteile

  • 100 % Auszahlung der ersten 25.000 USD Gewinn, danach 90%
  • Keine täglichen Drawdowns
  • Sehr große Auswahl an Futures-Märkten
  • Keine monatlichen Gebühren
  • Große Kontenauswahl (ab 118 $)

Nachteile

  • Webseite und Support nicht auf Deutsch verfügbar
› Jetzt Prop Trader bei Apex Trader Funding werden!(50% Rabatt mit dem Code "YVLUOYXD")

4. The Trading Pit

trading pit website screenshot
Website von Trading Pit

The Trading Pit sitzt im liechtensteinischen Vaduz und bietet ein breites Handelsuniversum. Wie bei allen Anbietern hier handelst Du auf simulierten Konten. Zur Auswahl stehen CFDs (Forex, Indizes, Rohstoffe, über 500 Aktien-CFDs, Krypto) oder Futures an Börsen wie CME und EUREX.

Die Kontogrößen reichen von 5.000 $ bis 250.000 $ und die Challenge-Gebühren starten bei 49 €. Du darfst bis zu 80 % Deiner Gewinne behalten, bei der CFD-Prime-Variante sogar ohne Zeitlimit.

The Trading Pit Konditionen im Überblick

Kontogrößen5.000–250.000 $
Evaluation1-Step oder 2-Step; CFDs (inkl. 500+ Aktien-CFDs) oder Futures (CME/EUREX)
Profit-Ziel1-Step ~10 %; 2-Step Phase 1 8 %, Phase 2 5 %
Max. DrawdownCFD 7–10 % gesamt, 4–5 % täglich; Futures fixe $-Beträge
Profit-Splitbis 80 % (CFD-Prime ohne Zeitlimit)
Gebühr ab49 €; Aktivierungsgebühr bei Futures Prime
Auszahlungalle 14 Tage
PlattformencTrader, NinjaTrader, Quantower, ATAS, Rithmic

TTP hat eines der strengsten Regelwerke. In Trader-Bewertungen tauchen wiederholt abgelehnte Auszahlungen wegen Regelverstößen („excessive leverage“) auf, dazu kommen eine Aktivierungsgebühr im Funding und kein kostenloses Testkonto.

Hältst Du Dich diszipliniert an die Regeln, bekommst Du dafür zügige, alle 14 Tage mögliche Auszahlungen.

Vor- und Nachteile von The Trading Pit

Vorteile

  • CFDs, Futures und über 500 Aktien-CFDs
  • bis zu 80 % Profit-Split, bei CFD-Prime ohne Zeitlimit
  • Kontogrößen 5.000–250.000 $, Einstieg ab ~49 €
  • viele Plattformen (cTrader, NinjaTrader, Quantower, ATAS)
  • Auszahlungen alle 14 Tage

Nachteile

  • strenge Risk-Abteilung
  • abgelehnte Auszahlungen bei Regelverstößen
Jetzt Prop Trader bei The Trading Pit werden!(10% Rabatt mit dem Code "TRADINGDEREBATE")

5. Instant Funding

Homepage der deutschsprachigen Website von Instant Funding
Homepage der deutschsprachigen Website von Instant Funding

Willst Du Dein Konto sofort kapitalisieren, ohne erst langwierige Challenge-Evaluationen zu durchlaufen, bist Du bei Instant Funding richtig. Die Instant-Funding-Kontogrößen reichen von 625 $ bis 200.000 $ – hier wird also jeder Geschmack und jede Erfahrungsstufe bedient.

Neben den drei verschiedenen Instant-Funding-Kontomodellen gibt es auch vier Varianten mit 1-Step oder 2-Step-Challenge. Von diesen überzeugte uns vor allem das Two-Phase-Max-Modell mit einem Profit-Split von 90%.

Je nach Kontomodell liegt der maximale Drawdown zwischen 8 % und 10 %, während der tägliche Verlust auf 3–5 % begrenzt ist. Diese Risikoparameter bewegen sich im branchenüblichen Bereich und bieten genügend Spielraum für verschiedene Trading-Strategien vom Daytrading bis zu längerfristigen Positionen.

Instant Funding Konditionen im Überblick

Kontogrößen625–200.000 $ (Skalierbar bis 1,28 Mio. $)
ModelleInstant Funding + 1-/2-/3-Phasen
Max. Drawdown8–10 % gesamt, 3–5 % täglich (je nach Modell)
Profit-Splitbis 90 %
Gebühr ab~44–75 $ (kleinstes Modell)
Auszahlungwöchentlich
PlattformenMT5, cTrader, Match-Trader; kein Aktienhandel

Bei der Trading-Infrastruktur und Produktauswahl ist Instant Funding durchschnittlich aufgestellt: Trader können entweder über MetaTrader 5, cTrader oder Match-Trader handeln. Die Marktauswahl beinhaltet Forex, Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen. Der Aktienhandel ist bei Instant Funding leider nicht möglich.

Sehr positiv fällt jedoch das Scaling-Programm von Instant Funding auf: Wer über mehrere Monate hinweg konstant profitabel handelt, kann sein Handelskapital Schritt für Schritt erhöhen und langfristig mit deutlich größeren Kontogrößen traden. Auf diesem Weg sind Kontogrößen von bis zu 1.280.000 $ möglich.

Trading.at-Redaktionstipp: Das Instant-Modell startet bequem, aber nur mit 70 % Split. Gehst Du durch die Challenge, beginnst Du bei 80 %, beide skalieren später auf 90 %. Die 10 Prozentpunkte am Start sind der Preis für den Sofort-Einstieg.

Vor- und Nachteile von Instant Funding

Vorteile

  • Instant Funding ohne klassische Challenge möglich
  • Profit-Split von bis zu 90 %
  • Große Auswahl an Funding-Programmen
  • Wöchentlich mögliche Auszahlungen
  • Scaling-Programm bis über 1 Mio. $ Handelskapital

Nachteile

  • Kein Aktienhandel verfügbar
  • Kein Telefon-Support
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Welcher Anbieter passt zu Dir?

SabioTrade ist unser Favorit, aber der für Dich beste Anbieter hängt davon ab, was Du handelst und wie Du einsteigen willst. Such Dir daher den Anbieter, der sich mit Deinem Profil deckt.

ProfilBester AnbieterVorteile
Einsteiger, mehrere AnlageklassenSabioTradeeinfache 1-Phasen-Challenge, deutsche Plattform, Forex/Krypto/Aktien/Indizes
Krypto- oder fortgeschrittener TraderIQ Capitalkrypto-nativ, anspruchsvolle Profi-Plattformen
reiner Futures-TraderApexriesige Futures-Auswahl, englisches Dashboard
CFD-Trader mit Aktien-FokusThe Trading PitCFDs inkl. 500+ Aktien-CFDs und Futures
Start ohne ChallengeInstant Fundingdirektes Funding statt Evaluation

trading.at Erfahrungsbericht: Unsere Challenge bei SabioTrade

Wir haben das Advanced-Modell mit 100.000 $ und 540 $ Gebühr mit dem vollen 90-%-Split getestet. Der erste Versuch ging nach neun Tagen verloren. Beim zweiten hat es nach 14 Tagen und 10,7 % Rendite geklappt.

Die wichtigste Entscheidung der ganzen Challenge: sofort aufhören, statt den Verlust am selben Tag zurückholen zu wollen. Daraus wurde unsere Regel fürs finanzierte Konto:

  • 0,5 % Risiko pro Trade, maximal 1 %
  • nach zwei Verlusten in Folge: Schluss für den Tag
  • ab 4 % im Plus: Risiko halbieren

Die erste Auszahlung kam elf Tage nach Bestehen: rund 3.800 $, per Krypto in gut zwei Tagen. Unkompliziert.

Die größte Hürde lag im psychologischen Druck des Trailing-Drawdowns: Sobald das Konto wächst, darf man den Gewinn nicht mehr verlieren. Das verleitet zu verfrühten Ausstiegen. SabioTrade belohnt keine spektakulären Trades, sondern konsequent kleine Vorteile.

Wir empfehlen daher, den Drawdown bei SabioTrade wie einen zweiten Stop-Loss zu behandeln.

Welche Strategien sind beim Prop Trading erlaubt?

Die meisten Anbieter geben Dir ein hohes Maß an Freiheit beim Handeln, solange Du ihre Risikoregeln einhältst. Spannender ist deshalb, was sie verbieten. Denn an den verbotenen Praktiken scheitern mehr Trader als an der schlechten Strategie.

Welche Strategien eignen sich für Prop Trading?

Trendfolge, Breakout-Trading, Daytrading und Swing-Trading sind die Brot-und-Butter-Ansätze. Den Firmen ist Deine Methode meist egal, solange Du im Drawdown bleibst und sauber mit Positionsgrößen umgehst.

Der entscheidende Punkt liegt in konsequentem Risikomanagement: kleine Verluste, definierte Stopps, kein Nachlegen im Minus.

Was ist im Prop Trading verboten?

  • Hochfrequenzhandel und Latenz-Arbitrage: auf einem Funded Account technisch ohnehin nicht möglich und ausdrücklich untersagt.
  • Ausnutzen von Plattformfehlern, langsamen Kursen oder externen Datenfeeds.
  • „All-in“-Trades: Das Profitziel in einem einzigen großen Trade zu reißen verstößt gegen die Consistency-Regel vieler Anbieter.
  • Grid, Martingale und exzessiver Hebel: werden oft als „Gambling“ gewertet und führen zu abgelehnten Auszahlungen. Bei The Trading Pit ist das beispielsweise ein dokumentierter Ablehnungsgrund.

Grauzonen

Einige Praktiken sind bei einigen Anbietern erlaubt, bei anderen wiederum nicht. Dabei geht es meist um folgende Techniken:

AnbieterNews-TradingEAs / BotsCopy-TradingWochenende halten
SabioTradeerlaubteigene erlaubt (kein MT4/MT5)nicht erlaubtplan-abhängig
IQ Capitalerlaubterlaubt nicht erlaubterlaubt
Apexerlaubtnicht erlaubtnur von eigenen Konten (bis zu 20 möglich)nicht erlaubt
The Trading Pitja, außer auf 100k/200kprogrammabhängignur von eigenen Konten (bis zu 5 möglich)programmabhängig
Instant Fundingerlaubt (nur Micro/IFGO)erlaubterlaubtChallenge-abhängig

Fazit – Wann lohnt sich Prop Trading für Dich?

Prop Trading ist eine interessante Möglichkeit, wenn Du hauptberuflich traden willst, aber nicht über das nötige Eigenkapital verfügst.

Der größte Reiz: Bei den Top-Anbietern behältst Du 80–90 % Deiner Gewinne , während Dein Verlustrisiko auf die Challenge-Gebühr begrenzt bleibt.

Jedoch ist der Weg des Prop Traders kein einfacher. Du musst Trading auf hohem Niveau beherrschen und dies auch nachweisen. Schaffst Du das, zählt nur Dein Ergebnis und nicht die Zeit, die Du am Schreibtisch sitzt.

FAQs – Meist gestellte Fragen zum Prop Trading in Österreich:

Ist Prop Trading legal in Österreich?

Ja. Für Dich als österreichischen Trader gibt es keine rechtliche Beschränkung, denn Du handelst auf simulierten Konten und nicht mit echtem Fremdkapital an der Börse. Beachte nur: Sitzt die Firma außerhalb der EU, fällt der regulatorische Schutz geringer aus. Dein einziges reales Risiko ist die Challenge-Gebühr. Je nach Anbieter und Kontogröße beträgt diese zwischen 50 und 550 €.

Worauf müssen österreichische Prop Trader achten?

Sei als Prop Trader in Österreich bei den Steuern und der Anbieterauswahl vorsichtig. Steuerlich zählst Du als Gewerbetreibender: Deine Gewinnbeteiligung ist Einkommen aus Gewerbebetrieb (§ 23 EStG), progressiv mit 0–55 % besteuert, dazu kommt ab rund 6.000 € Jahresgewinn die SVS-Pflicht. Und bei der Anbieterwahl behandelst Du die Challenge-Gebühr als echten Kostenfaktor, denn einen Anlegerschutz wie bei einem regulierten Broker gibt es hier nicht.

Kann ich mit Prop Trading hohe Renditen erzielen?

Ja, es ist möglich. Mit einem finanzierten Konto steuerst Du ein Vielfaches Deines Eigenkapitals und behältst bei den Top-Anbietern 80–90 % der Gewinne. Schaffen tut das aber nur eine Minderheit. Schätzungen zufolge bestehen rund 5 % die Challenge, weniger als 1 % halten ein finanziertes Konto länger als ein Jahr. Sicher ist nur Dein Einsatz, also die Challenge-Gebühr, die Du im Voraus zahlst.

Daniel Teplan
Daniel Teplan ist Marketing-Berater und Content Manager mit Fokus auf KI- & Finanzthemen. Nach seinem Computerlinguistik-Studium begann er, sich sowohl beruflich als auch privat mit dem Thema Börse auseinanderzusetzen, was ihn schließlich dazu veranlasste, selbst im Börsenhandel aktiv zu werden. Auf trading.at ist er für die inhaltliche und optische Qualität der Inhalte verantwortlich und verfasst auch einige Texte selbst.
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  1. Servus
    Vielleicht ließt du diese Zeilen ja .
    Muss echt sagen sehr gute Seite von dir Kompliment.
    Danke das du dir die Arbeit gemacht hast diese Seiten zu
    Verfassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
    Danke.
    Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit trading hab schon vieles probiert und getestet doch mir fehlt der Absprung.
    Ich bin Berufstätig und die Zeit ist ein Problem bei mir.
    Suche wo ich Arbeiten Lernen und im gegenseitigen jeder Profitieren kann.
    Da scheint Prob Trading vielleicht die Lösung zu sein.
    Ich Bräuchte ein Grundgehalt und eine Gscheite Einschulung.

    Wer würde da deiner Meinung gut passen.

    Mfg
    Daniel

    Antworten
  2. Hallo,
    ich hätte da eine Frage:
    Da es sich bei den Einnahmen um Einkünfte aus einer gewerblichen Tätigkeit handelt, muss man ja in Österreich dementsprechend ein Gewerbe anmelden. In welche Sparte fällt man hier als Prop-Trader denn?

    Schöne Grüße

    Antworten
    • Hallo Luca! Dieselbe Frage stelle ich mir auch seit einiger Zeit! Hast du schon etwas herausgefunden? lg

      Antworten
    • Unternehmenszweck: Handel auf Provisions Basis aber das wird dir ein Steuerberater bestimmt besser erklären können

      Antworten
      • Hast du ein Gewerbe hierfür angemolden? Meiner Erfahrung nach macht die Wirtschaftskammer da nicht mit, da die der Meinung sind, dass Fremdkapitaltrading konzessionspflichtig ist.

        Antworten
  3. Nach der Information, die als Fakt dargestellt wird: „Prop Trading Firmen verwenden eigene Gelder oder Kapital, um Finanzinstrumente zu kaufen und zu verkaufen, und setzen auf die Performance ihrer professionellen Händler. “ musste ich schon aufhoeren, zu lesen.

    100% falsch.
    Jederman kann fuer ca 25.000 eine Whitelabel Prop Firm aufmachen. PrimeXM ist da so ein Beispiel.

    Dann gibt es verschiedene Modelle. Eines davon (das Weitgaengiste, ist eine Art Versicherung, die fuer die „Schaeden“ aufkommt, die Trader umsetzen. Das heisst, das wenn die Prop an einen guten Trader, der Gewinne macht, auszahlen muss, ist es nicht die Prop, die Geld verliert, sondern die Versicherung. Die Versicherung im Uebrigen hat auch das Risk Department, das sich diese Trades genauer anguckt.

    Das 2. Model ist eher an richtige Broker angelehnt. Wie dem auch sei, KEINE PropFirma da draussen handelt offiziel an der Boerse. Keine Trades, die Hans und Franz eingeben auf dem demo oder live server der PropFirma macht es auf die Boerse. Das laeuft alles zu 100% auf deren Metatradern server und ist damit von der eigentlichen Boerse zu 100% abgeschirmt.

    Da man das Geld anderer Leute auf der Boerse nur als zertifizierter Trader traden darf, macht dies auch Sinn, denn als normal Person ist es nicht erlaubt, Gelder anderer Leute an der Boerse zu traden. Auch nicht in Oesterreich =)

    PropFirms leben davon, das Leute sich Challenges kaufen und diese nicht schaffen.
    Dann, fuer die, die es schaffen, gibt es noch die Moeglichkeit im Model 2, das die PropFirma eine A-Book / B-Book Schematic einschaltet. Dies passiert in real-time und der Trader weiss bzw. merkt davon nichts. Das soll heissen, das manche PropFirmen, die trades derer Kunden in real-time kopiert, und dann als deren eigenen Trade an Liquidity Provider weiterleitet.

    Es gibt und darf keine Propfirma geben, die es nicht-lizensierten Tradern erlaubt, in irgendeiner Art und Weise, an der echten Boerse zu traden, und schon gar nicht mit Fremdgeldern.

    Die 100.000 USD die du bekommst wenn du, was weiss ich, 600 USD bezahlst fuer deine Challenge, waeren immer noch nicht „deine 100K“ mit denen du dann auf der Boerse losgelassen wirst. Dein Handeln passiert isolitert auf deren Demo-Environments.

    Antworten
    • Korrekt, es gibt nur wenige seriöse Anbieter wie TopStep und APEX.

      Antworten
  4. Für 2024 ist das steuerfreie Einkommen für Selbständige auf 12.816 € gestiegen 🙂

    Antworten
    • danke dir!

      Antworten
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