Du willst das Traden richtig lernen? – Dann bist Du bei Trading.at genau richtig! In unserem Ratgeber für österreichische Trader und Anfänger bringen wir Dir alle nötigen Schritte bei, um mit dem Trading zu starten.
Zusätzlich kannst Du Dich noch mehr informieren in unseren weiteren Beiträgen. Doch fangen wir hier zuerst an: Was ist Trading und wie funktioniert es genau? – Lies unseren kompletten Ratgeber für Anfänger.
Wir erläutern, was Trading überhaupt ist, wie es funktioniert, welche Assets zur Auswahl stehen und wie die steuerlichen und gesetzlichen Regelungen beim Trading in Österreich sind.
Das wichtigste in Kürze
- Startkapital: Trading geht schon ab 1 €, übe aber zuerst mindestens 6 Monate im kostenlosen Demokonto.
- Steuern: 27,5 % KESt auf Aktien, ETFs und Krypto-Neubestand. CFDs, Forex und unverbriefte Futures fallen unter den progressiven Tarif von bis zu 55 %.
- Regulierung: Die FMA überwacht den Markt, über EU-Passporting darfst du auch BaFin- oder CySEC-Broker nutzen.
- Risiko: 80 bis 90 % der privaten Trader verlieren langfristig Geld.
- Lernweg: Demokonto → Grundlagen → getestete Strategie → kleine Echtgeld-Positionen.
Was ist Trading und wie funktioniert es?
Trading heißt übersetzt „handeln“: Du kaufst ein Finanzprodukt und verkaufst es wieder, um dazwischen einen Gewinn zu machen. Gehandelt wird über einen Broker, an verschiedenen Börsen. Das Prinzip bleibt immer gleich: günstig kaufen, teurer verkaufen.

Gewinn machst Du, wenn sich der Kurs in Deine Richtung bewegt. Steigen muss er dafür nicht: Du kannst auf fallende Kurse setzen (Short) wie auf steigende (Long). Läuft der Kurs gegen Dich, drohen ebenso schnell Verluste. Den Unterschied zwischen Long und Short sehen wir uns weiter unten genauer an.
Du kannst genauso gut auf fallende Kurse setzen und damit einen möglichen Gewinn erzielen. Zu den Unterschieden zwischen Long- und Short-Positionen kommen wir später aber noch einmal im Detail zurück.
1. Trading im Zusammenhang mit Spekulationen
Diese Gewinne nennt man Kapitalrendite, also die Verzinsung Deines eingesetzten Kapitals. Börsenhandel ist damit eine spekulative Geldanlage: Du strebst möglichst schnellen, möglichst hohen Gewinn an und trägst im Gegenzug das Risiko hoher Verluste.
Diese Gewinne werden auch als “Kapitalrendite” bezeichnet, denn es handelt sich hierbei um eine Verzinsung Deiner finanziellen Einlagen.
Der Handel an der Börse ist also eine spekulative Form der Geldanlage, die einen möglichst schnellen und möglichst hohen Gewinn anstrebt, wobei natürlich immer auch beachtet werden sollte, dass mit Wertpapierhandel Risiken verbunden sind und er zu hohen Verlusten führen kann.
2. Verschiedene Anlageklassen werden im Trading genutzt

Handeln kannst Du viele Assets, darunter Währungen, Kryptowährungen, Aktien und Rohstoffe. Faustregel: Je stärker ein Markt schwankt, desto größer sind Chance und Risiko zugleich. Euro oder US-Dollar bewegen sich meist ruhiger als Bitcoin, der binnen Tagen zweistellig schwanken kann.
Welche Assets zu Dir passen, hängt von Deiner Strategie ab. Mit ihren Vor- und Nachteilen solltest Du Dich vor dem ersten Trade auseinandersetzen.
3. Trading funktioniert nur mit Strategie
Tradingstrategien unterscheiden sich vor allem in der Haltedauer. Du kannst Positionen über Monate halten (Positionstrading), über wenige Tage (Swingtrading) oder innerhalb eines einzigen Handelstags wieder schließen (Daytrading).
Je kürzer Du hältst, desto größer müssen die Positionen sein, weil die Kursbewegungen in kurzen Zeiträumen kleiner ausfallen. Und mit der Positionsgröße steigt das Risiko.
Was ist ein Trader und was macht er?
Im Grunde ist jeder ein Trader, der schon einmal ein Wertpapier gekauft hat. Unterscheiden lassen sie sich nach zwei Fragen: für wen sie handeln und wie aktiv.
Private Trader:
Private Trader handeln für sich selbst, nicht im Namen einer Organisation oder fremder Anleger. Auch ein hauptberuflicher Eigenhändler zählt dazu, solange er nur eigenes Geld bewegt.

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Institutionelle Trader:
Institutionelle Trader handeln dagegen für Banken, Versicherungen, Hedgefonds oder andere Organisationen.
Im Börsenslang ist mit „Trader“ aber meist nicht jeder gemeint, der je eine Aktie gekauft hat. Gemeint sind die aktiven Trader (auch „Short Term Trader“): Menschen, die regelmäßig kurz- und mittelfristig handeln. Das Gegenstück sind passive Anleger, die über Jahre investieren und auf Tagesschwankungen kaum reagieren.

Häufig ist mit “Trader” im Börsenslang nicht grundsätzlich jeder gemeint, der schon einmal eine Finanzanlage getätigt hat und auch weniger Langzeitanlegerinnen, sondern sogenannte “aktive Trader”, also Menschen, die regelmäßig kurz- und mittelfristig ausgelegten Handel treiben.
Diese aktiven Anleger werden auch als “Short Term Trader” bezeichnet.
Das Gegenstück dazu sind die passiven Anleger (Positionstrader), die Langzeitinvestments tätigen und selten auf momentane Kursschwankungen oder Kurzzeittrends reagieren.
Ihnen geht es darum, langfristig, oft über Jahre, stabile Rendite zu erzielen und dadurch finanzielle Rücklagen zu bilden.
Wie kann man das Trading am besten in Österreich lernen?
- Demokonto eröffnen: Übe mindestens 6 Monate mit virtuellem Geld, bis Du die Plattform sicher bedienst. Grundlagen aufbauen. Lerne die wichtigsten Begriffe, Chartarten und das Orderbuch kennen.
- Grundlagen aufbauen:
- Eine getestete Strategie wählen: Leg fest, welchen Markt, welchen Zeithorizont und welche Ein- und Ausstiegsregeln Du handelst.
- Bei einem regulierten Broker starten: Achte auf Regulierung und die für Dich passenden Kosten.
- Klein anfangen, Risiko begrenzen: Handle mit echtem Geld erst in kleinen Positionen, mit maximal 1 % Risiko pro Trade.
Diese fünf Schritte sollte jeder Trader befolgen. Aber eine „One Size Fits All“-Methode gibt es zum Trading lernen trotzdem nicht. Um die eigentlichen Grundlagen zu verstehen, hast Du die Wahl aus verschiedenen Ansätzen – einige von ihnen kosten mehr, als sie bringen. Meistens lohnt sich eine Kombination mehrerer Ressourcen, um Trading auf professionellem Niveau zu lernen.
Als Trader mit jahrelanger Erfahrung haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um unser Handwerk zu lernen. Auf dieser Basis bewerten wir die 7 wichtigsten Lernmethoden für österreichische Einsteiger und geben unsere ehrliche Einschätzung zu Kosten, Zeitaufwand und tatsächlichem Nutzen.
1. Demokonto
Ein Demokonto ist für jeden Trader Pflicht. Es erlaubt Dir, Deine Fähigkeiten und Strategien zu testen, ohne echtes Geld zu riskieren – wie ein Pilot im Flugsimulator.
- Nutzen für Anfänger: Du lernst die Handelsplattform kennen und tradest unter realen Marktbedingungen. Nur die Verluste und Gewinne sind nicht echt. Fehler kosten hier kein Geld, sondern liefern kostenlose Lektionen.
- Risiken: Du bist nicht dem emotionalen Druck ausgesetzt, mit dem alle Trader im Echtgeld-Handel konfrontiert sind. Unterschätze diesen Faktor nicht. Denn er kann Dich im Live-Konto zu Entscheidungen verlocken, die Du niemals im rationaleren Setting eines Demokontos treffen würdest.
- Zeitaufwand: Abhängig von Deinem Lernfortschritt. Basierend auf unserer Erfahrung empfehlen wir, mindestens 6 Monate mit dem Demokonto zu üben, bevor Du mit kleinen Beträgen in den Echtgeld-Handel startest.
- Kosten: Kostenlos. Meide Anbieter, die Gebühren für die Nutzung des Demokontos verlangen.
- Ergebnis: Du machst alle Anfängerfehler und lernst aus ihnen und entwickelst aus diesen Learnings Deine persönliche Strategie, ohne echtes Geld zu verlieren.
Ein Demokonto ist nicht nur für Anfänger unverzichtbar. Auch für Fortgeschrittene ist ein Demokonto die beste Option, neue Strategien zu testen, bevor sie echtes Kapital riskieren. Wir selbst nutzen das BlackBull Markets Demokonto bis heute, um neue Setups unter realen Marktbedingungen zu validieren.
2. Strukturierte Trading-Ausbildung mit Mentoring
Stelle Dir vor, Du sitzt nach drei Monaten Selbststudium vor Deinem fünften Verlusttrade in Folge und weißt nicht, ob es an Deiner Strategie liegt oder nur an Deiner Ausführung. Für solche Momente ist eine Trading-Ausbildung die beste Anlaufstelle: Ein erfahrener Trader schaut Dir über die Schulter und sagt Dir, woran es liegt. Das ist der sauberste und oft günstigste Weg von der Theorie zur Umsetzung.
- Nutzen für Anfänger: Du lernst das Trading anhand eines erprobten Systems mit einem strukturierten Plan anstatt mit zusammengewürfelten YouTube-Clips. Durch die persönliche Betreuung erhältst Du sofortiges Feedback von Profis und lernst in Echtzeit, Deine Fehler zu korrigieren und die richtigen Learnings daraus zu ziehen.
- Risiken: Nicht jeder Mentor ist seriös oder passt zu Deiner Persönlichkeit. Achte auf Qualitätsmerkmale wie nachweisbare Ergebnisse und gute Kundenbewertungen, bevor Du Geld investierst.
- Zeitaufwand: Je nach Programm 4–12 Wochen intensive Lernphase, danach kontinuierliche Vertiefung.
- Kosten: Je nach Umfang, Dauer und Intensität der persönlichen Betreuung zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Euro.
- Ergebnis: Du lernst Trading auf professionellem Niveau. Die Ausbildungszeit verkürzt sich dramatisch durch die Betreuung eines erfahrenen Fachmanns. Die Kosten der Ausbildung sind deutlich geringer als die Verluste, die Anfänger beim Trading ohne Ausbildung erleiden.
Die wichtigste Erfolgsvoraussetzung einer Trading-Ausbildung ist die Auswahl eines seriösen Mentors, der zu Dir passt. Hüte Dich vor Anbietern, die mit Luxusautos und Einkommensversprechen werben. Ein vertrauenswürdiger Trading-Coach belegt die Qualität seiner Ausbildung mit messbaren Ergebnissen und positiven Kundenerfahrungen.
Unsere Empfehlung: Die Trading.de-Ausbildung — auch für Trader aus Österreich
Wir betreiben mit trading.de ein Mentoring-Programm, das bereits über 200 aktiven Tradern zu langfristigen Profiten an den Finanzmärkten verholfen hat. Unsere Strategie basiert auf dem Trading nach Lunten mit klar definiertem Chance-Risiko-Verhältnis vor jedem Trade. Wir selbst traden mit diesem Ansatz seit über 15 Jahren und erzielen damit eine konstante Performance in jeder Marktphase.
Unsere Ausbildung läuft komplett online: Videocalls, Live-Trading-Sessions sowie Einzel- und Gruppenbetreuung. Zusätzlich erhaltet ihr Zugang zu unserer Community aus hunderten Tradern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Profitables Trading erfordert Disziplin, Geduld und konsequentes Risikomanagement. Wenn Du eine Abkürzung zum schnellen Geld suchst, bist Du bei uns falsch. Bist Du dagegen bereit, das Handwerk zu erlernen und systematisch umzusetzen, findest Du in unserer Ausbildung den direktesten Weg dorthin.
3. Bücher und Fachliteratur
Die Trader, deren Bücher heute als Klassiker gelten, haben ihre Lektionen meist mit gesprengten Konten bezahlt. Genau das macht gute Fachliteratur so wertvoll: Du bekommst jahrzehntelange Erfahrung für 20 Euro und musst die teuren Fehler nicht selbst machen. Bücher zwingen Dich außerdem, langsam zu denken, statt wie bei Influencer-Videos sofort auf den Auslöser zu drücken.
- Nutzen für Anfänger: Du lernst die unterschiedlichen Trading-Strategien im Detail kennen und erlangst ein tiefes Verständnis für Marktmechanismen, Chartanalyse und Trading-Psychologie.
- Risiken: Wissen aus Büchern ist rein theoretisch. Für die praktische Umsetzung bist Du selbst verantwortlich. Nutze dafür ein Demokonto.
- Zeitaufwand: 1–2 Bücher pro Monat bei 30–60 Minuten täglicher Lesezeit.
- Kosten: Zwischen 15 und 50 Euro pro Buch.
- Ergebnis: Du baust eine große Wissensbasis für das Trading auf und verstehst, warum Märkte sich bewegen.
Bücher allein machen keinen profitablen Trader. Für die Umsetzung der Theorie in die Praxis bist Du selbst verantwortlich. Die besten Trading-Bücher vermitteln das notwendige Wissen auf eine verständliche Art und Weise, die einen klaren Weg zur realen Anwendung zeigt.
4. Kostenlose Broker-Schulungen und Webinare
Broker haben ein geschäftliches Interesse am Trading-Erfolg ihrer Kunden und bieten deshalb eigene Materialien zur Weiterbildung an. Je nach Broker reicht die Auswahl von einfachen Blogposts über Marktanalysen bis hin zu umfangreichen Webinaren.
- Nutzen für Anfänger: Du erlernst ein breites Wissensspektrum von der Plattform-Bedienung bis zur Marktanalyse.
- Risiken: Broker stellen Bildungsmaterial zu Marketing-Zwecken zur Verfügung. Interessenskonflikte sind also nicht auszuschließen. Nur die besten Broker werden Dir in ihren Analysen ehrlich raten, eine Woche keinen Trade zu platzieren, wenn der Markt gerade keine guten Setups bietet.
- Zeitaufwand: 15 Minuten bis 2 Stunden (abhängig vom Format) pro Einheit.
- Kosten: Meist kostenlos. Einige Broker erheben zusätzliche Gebühren für Pro-Webinare.
- Ergebnis: Solides Plattform-Know-how und grundlegende Marktkenntnis. Wenig Tiefe bei Strategie, Risikomanagement und Trading-Psychologie.
Nutze Bildungsressourcen von Brokern für das, worin sie gut sind: Plattformbedienung, technische Grundlagen und Marktupdates mit subjektiver Einschätzung. Qualität und Umfang der Weiterbildungsmaterialien sind zudem je nach Anbieter unterschiedlich. Unserer Erfahrung nach bietet BlackBull Markets neben einem umfangreichen Handelsuniversum auch einen der hochwertigsten Weiterbildungsbereiche mit Fachartikeln und wöchentlichen Gratis-Webinaren.
5. YouTube-Kanäle und kostenlose Online-Inhalte
Der schnellste Einstieg ins Thema, aber potenziell auch das größte Minenfeld. Für jeden seriösen Kanal, der eine Strategie sauber erklärt, gibt es zehn, die mit „1.000€ am Tag!“ locken und im Kern nichts anderes verkaufen als Hoffnung.
- Nutzen für Anfänger: Visuelle Erklärungen von Chartmustern und Strategien. Aktuelle Marktanalysen und Kommentare zu laufenden Trades. Kostenlose Plattform-Tutorials.
- Risiken: Es lässt sich nur selten verifizieren, ob ein Content Creator seriös ist und seine vorgestellten Ideen auch selbst umsetzt und damit Ergebnisse erzielt. Achte auf Red Flags.
- Zeitaufwand: 15 Minuten bis 2 Stunden pro Video.
- Kosten: Kostenlos.
- Ergebnis: Guter Einstieg in spezifische Einzelthemen. Kein Ersatz für systematisches Lernen.
Besuch unseren YouTube-Channel der Schwester-Webseite Trading.de.
Achte auf 3 Red Flags bei Trading-Channels auf YouTube: Es werden ausschließlich Gewinntrades gezeigt. Der Kanal bewirbt in jedem Video einen Broker, ohne Nachteile zu nennen. Es fehlen konkrete Zahlen zu Risiko und Positionsgröße.
Die meisten seriösen Trading-Channels eignen sich zur Ergänzung (z.B. für theoretisches Wissen aus Büchern), ersetzen aber keine vollständige Ausbildung. Zudem ist es für Anfänger nicht leicht, vertrauenswürdige Kanäle von unseriösen zu unterscheiden. Vielen Influencern geht es nicht um Deine Ausbildung, sondern um Affiliate-Provisionen.
6. Social Trading und Copy Trading
Warum selbst lernen, wenn ich einfach die Trades eines Profis exakt in Echtzeit kopieren kann? Plattformen wie eToro haben das Modell populär gemacht. Auf den ersten Blick klingt es nach der perfekten Abkürzung.
- Nutzen für Anfänger: Einstieg ohne eigene Strategie mit Gewinnchancen. Du siehst, wie andere Trader Positionen eröffnen und schließen, und kannst deren Logik nachvollziehen.
- Risiken: Du hast keine Kontrolle über Dein Portfolio, bezahlst für Verluste aber mit Deinem eigenen Geld. Sieh Dir daher die Performance und andere Metriken des Traders, den Du kopieren willst, genau an und nimm im Zweifelsfall lieber Abstand. Ein Lerneffekt ist nicht immer gegeben.
- Zeitaufwand: 30 Minuten für die Einrichtung.
- Kosten: Abhängig von Ordergebühren (1–5 Euro pro Trade). Verluste der kopierten Trader treffen Dein Konto genauso wie deren Gewinne.
- Ergebnis: Kurzfristig bequem. Für einen langfristigen Lerneffekt musst Du jedoch Eigeninitiative mitbringen und die Trades genau nachverfolgen.
Copy Trading ist eher Delegation als echte Lernmethode. Die Trader, denen Du folgst, ändern ihre Strategie ohne Vorwarnung. Vergangene Performance sagt nichts über zukünftige Ergebnisse. Wenn Du Copy Trading nutzt, dann als Beobachtungswerkzeug: Analysiere, was erfolgreiche Trader tun und warum. Kopiere deren Denkweise, nicht deren Trades.
7. Communities und Foren
Trading ist ein einsamer Beruf. Allein vor dem Bildschirm zu sitzen und Verluste zu verarbeiten, zermürbt. Eine gute Community fängt das auf und bietet Dir neue Perspektiven, um aus Fehlern zu lernen und Deine Fähigkeiten zu verbessern.
- Nutzen für Anfänger: Du lernst aus den Fehlern anderer, diskutierst Setups vor dem Einstieg und bekommst kostenloses Feedback in Verlustphasen.
- Risiken: Nicht jeder Trader in der Community ist ein Profi. Die falsche Community verleitet zu impulsiven Trades basierend auf den „heißen Tipps“ anderer. Meide Gruppen, in denen hauptsächlich Screenshots von Gewinntrades gepostet werden. In seriösen Gruppen wird offen über Verluste gesprochen.
- Zeitaufwand: 15–30 Minuten täglich für sinnvolle Beteiligung.
- Kosten: Kostenlos bis moderat. Telegram-Gruppen und Foren kosten nichts. Premium-Gruppen verlangen zwischen 20 und 100 Euro pro Monat.
- Ergebnis: Schnellere Lernkurve durch kollektive Erfahrung, vorausgesetzt, die Gruppe ist seriös.
Unsere eigene Telegram-Gruppe bringt Trader aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen — mit dem Fokus auf Analysen und Strategien statt auf Hype. Der Beitritt ist kostenlos.
Welche Märkte kann ich als Österreicher traden?
Österreich gehört zu den besseren Standorten für das Trading, denn die Regulationen und Gesetze erlauben grundsätzlich jedem voll geschäftsfähigen Österreicher, Assets zu kaufen und zu verkaufen.
Mehrheitlich braucht es für den Start keine Unsummen. Ist das notwendige Startkapital vorhanden, kannst Du bei einem der vielen verschiedenen Online Broker, wie zum Beispiel Capital.com, ein Depot anlegen und mit dem Trading beginnen.

Depoteröffnung
Ein Depot ist eine Art von Konto, auf dem keine Geldwährungen, sondern Wertpapiere gelagert werden und das für den Kauf und Verkauf von diesen zwingend erforderlich ist.
Zusammen mit dem Depot wird ein Verrechnungskonto eröffnet, von welchem Einzahlungen getätigt und auf das Gewinne und Dividenden ausgezahlt werden.
Welche Märkte kann ich als Österreicher jetzt aber konkret traden?
Unsere empfohlenen Trading Konten bieten folgende Märkte an:
- Forex (Währungen)
- Aktien
- ETFs
- Staatsanleihen (Bonds)
- Kryptowährungen
- Rohstoffe
- Optionen
- Metalle
- CFDs auf alle Anlageklassen
Trading Markt: Währungen/Forex Paare

Beim Forex Handel stehen die nationalen Währungen im Zentrum der Spekulationen. Währungen werden immer als Paare gehandelt. So ein Paar ist zum Beispiel der Euro und der US-Dollar, die immer ein bestimmtes Wechselverhältnis zueinander haben, das sich permanent ändert.
Du spekulierst also darauf, eine Währung wie den US-Dollar günstiger mit Euros zu kaufen, als Du sie später wieder verkaufst. Auch hier kannst Du auf verschiedene Zeiträume setzen: Positionen im Stunden-, Tages-, Wochen- oder Monatstakt eröffnen und schließen.
Der Euro und der US-Dollar sind dabei kein zufällig gewähltes Beispiel, sondern das meistgehandelte Währungspaar im Forex-Handel in Österreich und weltweit. Auch das britische Pfund und der japanische Yen sind gern genutzte Währungen im Forex-Handel, die meisten Trader bevorzugen aber den Handel mit ihrer eigenen Währung, im Falle von österreichischen Tradern ist also oft der Euro involviert.
Der Gewinn ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis, wobei Du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse einer bestimmten Währung spekulieren kannst und entsprechend davon profitierst. Der Handel mit Währungen hat einige entscheidende Vorteile gegenüber anderen Assets, die auch für Einsteiger sehr interessant sind.
24 Stunden Forex Trading
So ist der Forex Handel von Montag bis Freitag 24 Stunden täglich möglich. Während die Wiener Börse nach 18:00 Uhr ruht, können Euros, Dollars, Pfunds, Yens und Pesos auch in den Nachtstunden oder am frühen Morgen gehandelt werden. Dieser Umstand machte es auch Hobbytradern möglich, Intradaytrades zu tätigen, ohne gleich den Job aufgeben zu müssen.
Hohe Liquidität der Märkte
Die Liquidität des Marktes ist besonders hoch. Das bedeutet, dass eine hohe Stückzahl an Anlagen im Umlauf ist und dass es viele Anleger gibt, die bereit sind, zu kaufen und zu verkaufen. Es gibt also einen aktiven Markt mit einer großen Anzahl an Marktteilnehmern, was regelmäßige Schwankungen bewirkt. Du erzielst nur Gewinne, wenn die Kurse sich bewegen, wodurch sich der Forex Handel gerade auch für kurzfristige Anlagestrategien ausgezeichnet eignet.
Große Währungspaare wie EUR/USD sind extrem liquide. Du kannst praktisch jederzeit kaufen und verkaufen, ohne dass der Markt auf einer Seite einfriert. Diese Liquidität bedeutet aber nicht, dass Forex sicher wäre. Gerade mit Hebel kann schon eine kleine Bewegung gegen Dich Deine gesamte Einlage auslöschen, bevor Du reagierst. Dass auch Banken und Notenbanken am Markt aktiv sind, schützt Dein Konto nicht.
Wozu eignet sich das Forex Trading?
Forex Handel eignet sich weniger gut für allzu langfristigen Handel, da Inflation und Ähnliches Geldwerte mit der Zeit in den allermeisten Fällen schrumpfen lassen. Häufig geht es bei Forex Trades auch nicht um extrem große Kursunterschiede, sondern um viele kleine Schwankungen.
So ändert sich der Wechselkurs oft nur in der dritten oder vierten Stelle nach dem Komma. Durch die vielen Ausschläge können aber trotzdem insgesamt beachtliche Gewinne oder Verluste mit einem Hebel erzielt werden.
Die Gewinne aus dem Forex Handel werden in Österreich nach dem progressiven Einkommensteuertarif besteuert, je nach Gesamteinkommen mit bis zu 55 Prozent. Anders als bei Aktien oder ETFs übernehmen das die wenigsten Broker automatisch: Forex-Gewinne zählen zu den Spekulativeinkünften, die Du in der Regel selbst über die Einkommensteuererklärung angibst.
Trading Markt: Aktien

Beim Aktienhandel geht es darum, Anteile an Unternehmen zu erwerben und gewinnbringend weiterzuverkaufen. In der klassischen Form des Aktienhandels, bei dem Du auf steigende Kurse setzt, profitierst Du vom Wachstum und Erfolg der Unternehmen.
Du profitierst nicht nur beim Verkauf vom möglichen Kursgewinn, sondern auch von Dividendenzahlungen, bei denen das Unternehmen einen Teil seiner Gewinne an die Anteilseigner ausschüttet.
Du kannst aber auch von fallenden Kursen, also dem Wertverlust eines Unternehmens an der Börse, profitieren. Mehr dazu erfährst Du weiter unten.
Dividenden als zusätzliches Einkommen
Dividenden werden jährlich gezahlt und vom Unternehmen festgelegt, meist aber vorab prognostiziert. Die Höhe der Dividenden gehört zu den wichtigsten Bewertungsgrundlagen für längerfristige Investments.
Als Aktionär erwirbst Du bestimmte Rechte gegenüber dem Unternehmen. Das ist nicht nur die Zahlung einer Dividende in der festgelegten Höhe, sondern auch ein Stimmrecht auf Jahreshauptversammlungen und ein Informationsrecht im Zusammenhang mit dem Unternehmen.
Mögliche Analysen für das Aktien Trading:
Du kannst aber natürlich auch vor Deinem Bildschirm bleiben und bist in keiner Form verpflichtet, einen Vorstand zu wählen oder sonstige Handlungen durchzuführen, wenn Du kein Interesse hast, auf die Zukunft des Unternehmens einzuwirken.
Auch Aktien können intraday getradet werden. Hierfür kommt meistens die technische Analyse zum Einsatz: Diese arbeitet mit Charts, um Kursentwicklungen zu analysieren und Prognosen für zukünftige Entwicklungen abzugeben. Bei langfristigen Anlagestrategien wird hingegen oft die Fundamentalanalyse bevorzugt, die nicht die börseninternen Faktoren betrachtet, sondern die betriebswirtschaftlichen Aspekte eines Unternehmens selbst.
Wir raten im Allgemeinen dazu, beide Analyseformen zu nutzen. Je mehr Informationen Du zur Verfügung hast, desto besser sind Deine Aussichten auf eine korrekte Prognose.
Aktienindizes
Ein Index bündelt mehrere Aktien zu einem Wert. Bekannte Beispiele sind der österreichische ATX, der deutsche DAX (40 Werte), der US-amerikanische S&P 500 und der Dow Jones.

Einen Index handelst Du nicht direkt, sondern über abgeleitete Produkte: ETFs für den langfristigen Aufbau, CFDs oder Futures für die kurzfristige Spekulation auf steigende wie fallende Kurse.
Der Reiz liegt in der Streuung. Kaufst Du den S&P 500, setzt Du nicht auf ein einzelnes Unternehmen, sondern auf 500 auf einmal. Ein einzelner Ausreißer nach unten fällt damit kaum ins Gewicht. Dafür sind die Kursbewegungen meist geringer als bei einer einzelnen Wachstumsaktie.
Für österreichische Trader ist der Heimatindex ATX naheliegend, aber klein: Mit rund 20 Titeln und vergleichsweise dünnem Handelsvolumen bietet er weniger Bewegung als der DAX oder die großen US-Indizes. Wie Du ihn konkret handelst, steht in unserem Ratgeber zum ATX-Trading.
(Staats-) Anleihen/Bonds
Mit einer Anleihe leihst Du einem Staat oder Unternehmen Geld und bekommst dafür einen festen Zins. Du kaufst also keinen Unternehmensanteil wie bei einer Aktie, sondern einen verzinsten Schuldschein. Der Emittent nutzt das Geld als Kredit und zahlt es am Ende der Laufzeit zurück, bis dahin ist Dein Kapital gebunden.
Drei Kennzahlen sind bei der Bewertung entscheidend:
- Rendite: die Effektivverzinsung, wenn Du die Anleihe bis zum Laufzeitende hältst. Sie schwankt mit dem aktuellen Kurs.
- Kupon: der feste jährliche Zins, der bei Ausgabe vereinbart wird.
- Nennwert: die Summe, die am Ende zurückgezahlt wird.
Staatsanleihen gelten als sehr stabile Anlageform. Schwankungen halten sich meist in Grenzen und Staatspleiten sind die absolute Ausnahme. Eine zehnjährige Bundesanleihe der Republik Österreich rentiert aktuell bei rund 3,25 % (Stand: Juni 2026), deutlich mehr als noch vor einigen Jahren.
Kryptowährungen

Auch Kryptowährungen lassen sich handeln, also rein digitale Coins, die auf der Blockchain laufen und ohne zentrale Bank auskommen. Die bekanntesten sind Bitcoin und Ethereum. Du kannst Kryptos gegen Euro tauschen oder gegeneinander handeln.
Der entscheidende Unterschied zu Aktien oder Anleihen ist die Schwankungsbreite. Bitcoin hat in seiner Geschichte mehrfach binnen weniger Monate mehr als die Hälfte seines Werts verloren und sich danach wieder vervielfacht. Chance und Risiko sind bei derartigen Ausschlägen deutlich höher als bei anderen Assets.
Achtung: Krypto-Kurse können binnen Stunden zweistellig fallen. Setze nur Geld ein, dessen Verlust Du verkraftest, und behandle Kryptos als das risikoreichste Segment in Deinem Depot.
Für österreichische Trader ist zusätzlich die Steuer entscheidend: Krypto-Gewinne aus Käufen ab dem 1. März 2021 unterliegen pauschal 27,5 % KESt, unabhängig von der Haltedauer. Details und die Altbestandsregelung stehen in unserem Ratgeber zu Krypto-Steuern.
Rohstoffe

Vom Rohöl über Erdgas bis zu Weizen, Kaffee und Zucker lassen sich auch Rohstoffe handeln. Gehandelt wird dabei nicht die Ware selbst, sondern ihr Preis, meist über Futures oder CFDs.
Grob teilt sich der Markt in zwei Gruppen: Energie (Öl in den Sorten WTI und Brent, dazu Erdgas) und Agrarrohstoffe (Getreide, Kaffee, Zucker und weitere). Energiewerte wie Öl sind sehr liquide und reagieren heftig auf geopolitische Ereignisse, Förderentscheidungen der OPEC oder Lagerdaten. Bei vielen Agrarrohstoffen ist die Liquidität dagegen deutlich dünner, hier lohnt ein Blick auf Spreads und Handelszeiten, bevor Du einsteigst.
Eine Randnotiz für Chart-Fans: Die heute verbreiteten Candlestick-Charts stammen ursprünglich aus dem japanischen Reishandel des 18. Jahrhunderts, entwickelt, um Preisbewegungen lesbar zu machen. Die Spekulation auf Nahrungsmittelpreise ist also älter als die meisten Börsen.
Metalle
Auch Edelmetalle lassen sich handeln, allen voran Gold und Silber. Physische Barren spielen für Trader kaum eine Rolle, gehandelt wird fast immer über CFDs oder Futures, also über den Kurs statt über die Ware selbst. Die gängigsten Metalle handelst Du über feste Ticker, die laufenden Kosten stecken vor allem im Spread:
| Metall | Kürzel | Typischer Spread (CFD) | Liquidität |
|---|---|---|---|
| Gold | XAUUSD | ab ca. 0,2–0,3 US-Dollar | sehr liquide, engste Spreads |
| Silber | XAGUSD | ab ca. 0,02–0,03 US-Dollar | liquide, höhere Volatilität als Gold |
| Platin | XPTUSD | ab ca. 0,5–2 US-Dollar | deutlich weniger liquide |
| Palladium | XPDUSD | ab ca. 3–10 US-Dollar | illiquide, stark schwankend, teuer im Handel |
Gold gilt als klassischer sicherer Hafen: In Phasen hoher Inflation oder politischer Unsicherheit steigt die Nachfrage, weil Anleger aus Nationalwährungen umschichten. Der Kurs hängt dabei stark an den realen Zinsen und am US-Dollar. Steigen die Realzinsen oder wertet der Dollar auf, gerät Gold meist unter Druck, fallen sie, läuft es nach oben. Genau deshalb bewegt sich XAUUSD oft heftig rund um die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed.
Silber verhält sich ähnlich, ist aber zur Hälfte Industriemetall und damit konjunkturabhängiger. Es schwankt stärker als Gold und reagiert empfindlicher auf Daten aus der Industrieproduktion. Viele Trader beobachten zusätzlich die Gold-Silber-Ratio, also das Kursverhältnis beider Metalle, um einzuschätzen, welches gerade relativ teuer oder günstig ist.
Welche Finanzinstrumente eignen sich für das Trading?
Die Anlageklassen oben sind das Was. Womit Du sie handelst, ist eine eigene Frage. Vier Instrumente sind für Privatanleger relevant. Jedes von ihnen hat seine eigenen Eigenschaften und eignet sich für unterschiedliche Trading-Typen und -Strategien.
ETFs
Ein ETF ist kein einzelner Wert, sondern ein Korb aus vielen. Kaufst Du einen ATX- oder MSCI-World-ETF, erwirbst Du auf einen Schlag Anteile an allen enthaltenen Unternehmen. Das streut das Risiko, ein einzelner Ausfall fällt kaum ins Gewicht. ETFs arbeiten ohne Hebel und zielen meist auf den langfristigen Vermögensaufbau, nicht auf den schnellen Trade. Mehr dazu auf unserer Seite zu ETFs.
CFDs
Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Derivat. Du besitzt den Basiswert nicht, sondern bist nur an seiner Kursbewegung beteiligt, nach oben wie nach unten. Der Vertrag läuft direkt zwischen Dir und dem Broker, über den Hebel bewegst Du ein größeres Volumen, als Dein Kapital hergibt.
Das macht CFDs flexibel und kapitalschonend, aber riskant:
- reguliertes Finanzprodukt
- keine Nachschusspflicht für Privatanleger, Du verlierst nie mehr als Deine Einlage
- Hebel auf Margin
- nahezu alle Märkte über eine Plattform
- geringes Einstiegskapital, je nach Broker ab 1 €
- Leerverkäufe problemlos möglich
„Keine Nachschusspflicht“ heißt aber nicht „wenig Risiko“. Deine Einlage kann durch den Hebel sehr schnell komplett weg sein, genau deshalb verlieren 80 bis 90 % der privaten CFD-Trader Geld. Wie der Hebel das verstärkt, steht weiter unten im Abschnitt zum Hebel. Details findest Du auf unserer Seite zu CFDs.
Futures
Ein Future ist ein Termingeschäft, bei dem sich beide Seiten verpflichten: Käufer und Verkäufer vereinbaren Menge, Preis und Zeitpunkt verbindlich. Ursprünglich für den Rohstoffhandel gedacht, gibt es Futures heute unter anderem auch auf Währungen und Indizes.
Anders als oft dargestellt zahlst Du nicht erst am Laufzeitende. Du hinterlegst eine Sicherheit (Initial Margin), Gewinne und Verluste werden täglich abgerechnet (Variation Margin). Die Kontraktgröße wie auch die Margin sind bei Futures größer als bei CFDs, weshalb sie sich eher für erfahrenere Trader eignen.
Optionen
Mit einer Option kaufst Du gegen eine Prämie das Recht, einen Wert zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen, ohne Pflicht. Läuft der Kurs gegen Dich, verfällt die Option und Du verlierst nur die Prämie. Als Käufer ist damit Dein Risiko auf den Einsatz begrenzt. Verkaufst (schreibst) Du dagegen eine Option, kann Dein Risiko unbegrenzt sein.
Optionen sind ebenfalls Termingeschäfte und erfordern Einarbeitung. Mehr unter Optionen handeln.
Die wichtigsten Trading Begriffe für Anfänger erklärt:
Du weißt nun, was Trading ist, was einen Trader ausmacht und welche Assets Dir zur Auswahl stehen. Das reicht doch, oder? Nicht ganz, denn die Finanzmärkte verwenden eine Reihe an Fachbegriffen. Damit Du Dir das Googeln sparst, hier die wichtigsten Begriffe aus dem Trading auf einen Blick:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Asset | Das Produkt, das Du handelst (englisch für Kapitalanlage). |
| Underlying | Der Basiswert, aus dem ein Derivat abgeleitet wird. |
| Hebel (Leverage) | Bewegt mehr Kapital, als Du besitzt, gegen eine hinterlegte Sicherheit. |
| Margin | Die Sicherheit, die Du bei Hebelgeschäften als Pfand hinterlegst. |
| Volatilität | Das Ausmaß der Kursschwankungen in einem Zeitraum. |
| Liquidität | Wie leicht sich ein Asset kaufen und verkaufen lässt. |
| Short gehen | Du profitierst von fallenden Kursen. |
| Long gehen | Du profitierst von steigenden Kursen. |
| Spread | Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, daran verdient der Broker. |
| Broker | Der Makler oder die Plattform, die Deine Order ausführt. |
| Order | Der Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Assets. |
| Chart | Grafische Darstellung eines Kursverlaufs, meist als Candlestick. |
| Stop Loss | Automatischer Verkauf bei einer festgelegten unteren Kursgrenze, zur Risikobegrenzung. |
| Take Profit | Automatischer Verkauf bei einer festgelegten oberen Kursgrenze, zur Gewinnsicherung. |
| Market Order | Sofortige Ausführung zum aktuell verfügbaren Preis. |
| Limit Order | Ausführung erst zu einem von Dir festgelegten Preis. |
Die Preisentstehung an der Börse verstehen
Kurse entstehen aus Angebot und Nachfrage. Mehr Käufer als Verkäufer treiben den Preis nach oben, mehr Verkäufer als Käufer drücken ihn nach unten. Im Kurs steckt damit nicht nur der Wert eines Unternehmens, sondern auch die Stimmung am Markt.
Der Kursbildungsmechanismus funktioniert an der Börse wie ein Prototyp der Marktwirtschaft an sich, denn die Preise steigen, wenn ein Überhang an Nachfrage, potenziellen Käufern entsteht, während sie fallen, wenn es einen Überhang an Angebot, also Verkäufern gibt.
So entsteht der Preis im Orderbuch
Im Trading muss immer ein Handelsgeschäft stattfinden, wenn eine Order ausgeführt wird. Diesen Mechanismus erklären wir jetzt kurz. Ohne dieses Fundament an Wissen wirst Du keine profitable Trading-Strategie entwickeln können.
Du musst den Grundmechanismus der Börse verstehen: Die Preisentstehung funktioniert über ein sogenanntes Orderbuch. Im Orderbuch liegen zu verschiedenen Preisen „Limit Orders“. Bei einer Limit Order sagt ein Marktteilnehmer: Ich möchte zu einem bestimmten Preis kaufen oder verkaufen.
Hier ein Screenshot eines Orderbuchs:

Limit Orders bewegen den Markt alleine nicht. Um eine Limit Order auszulösen, muss ein anderer Marktteilnehmer die Gegenseite einnehmen per direkten Market Order. Der Marktteilnehmer möchte zum nächsten gelegenen Preis kaufen oder verkaufen.
Dort sehen wir dann die Limit Orders. Der Preis kann sich erst ändern, wenn es mehr direkte Kaufsorder oder Verkaufsorder gibt.
Beispiel:
Beim Preis 100€ stehen 500 Limit Orders auf dem ASK (Verkaufskurs) bereit. Nun müssen diese 500 Limit Orders absorbiert werden von Market Orders damit der Preis auf 101€ springt beispielsweise. Preisänderungen (Orderflow) finden in Millisekunden statt und sind für das menschliche Auge kaum nachvollziehbar.
Einflüsse auf die Preisbildung
Ob gerade die Käufer (Bullen) oder die Verkäufer (Bären) den Ton angeben, hängt von vielen Faktoren ab:
- Entwicklung eines Unternehmens und seiner Branche
- Leitzins
- Inflation
- politische Entscheidungen
- allgemeine Marktstimmung.
Ein Beispiel: Wirft das Sparbuch kaum noch Zinsen ab, schichten viele Anleger in Aktien um, und die Kurse steigen.
Vor- und Nachteile vom selbstständigen Trading:
Wir haben mittlerweile genügend Informationen zusammen, um ein kurzes Zwischenfazit zu wagen und uns den Vor- und Nachteile vom selbstständigen Trading zuzuwenden.
Hier eine kurze Übersicht:
| Vorteile: | Nachteile: |
|---|---|
| Problemlos nur mit einem Internetzugang möglich | Risikogeschäft |
| Freie Zeiteinteilung | Es kann zeitaufwendig werden |
| Theoretisch sind unbegrenzte Gewinne möglich | Man benötigt eine längere Zeit, um den Handel zu beherrschen |
| Automatisierung möglich | Betrüger zocken ahnungslose Anfänger durch Broker, Coachings oder Trading Signale ab |
| Abwechslungsreich & interessant | |
| Trading funktioniert bereits mit wenigen Euros an Kapital |
Ein großer Vorteil des Tradings besteht darin, dass es Dir die Möglichkeit gibt, von zu Hause vor dem Handy- oder Computerbildschirm Geld zu verdienen, ganz ohne Chef und Stechuhr. Außerdem entscheidest Du selbst, wann und wie viel Du tradest. Viele Märkte sind nahezu rund um die Uhr geöffnet, und es gibt keinen Schichtplan, an den Du Dich halten musst.
Anders als beim Gehalt gibt es nach oben keine feste Grenze. In der Praxis ist das allerdings die Ausnahme, nicht die Regel. Du kannst Trades über Bots und Voreinstellungen automatisieren. Versprich Dir davon aber kein passives Einkommen: Die meisten fertig vermarkteten Systeme halten nicht, was sie versprechen, oder sind unseriös, und auch eine eigene Automatisierung musst Du laufend überwachen.
Andere Menschen leiden hingegen eher unter Nervosität und können das Traden nicht wirklich genießen. Obendrein läufst Du immer Gefahr, Dein Geld zu verlieren, denn es gibt keine Garantien beim Trading. Die Gefahr kannst Du minimieren, indem Du Dich tiefgehend mit der Börse und den jeweiligen Assets auseinandersetzt und informierst. Ausschließen kannst Du den Verlust aber auch dann nicht zur Gänze.
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Den richtigen Trading Broker auswählen – Wie funktioniert das?
Es gibt viele Faktoren, die beachtet werden müssen, um den perfekten Trading Broker für sich auszuwählen.

Dazu gehören:
- Die Tradingkosten
- Das Angebot der Assets, die gehandelt werden können
- Trading Software bzw. Handelsplattform
- Sicherheit und Regulierung des Anbieters
- Support und Unterstützungsmöglichkeiten durch den Broker
- Ausführungsgeschwindigkeit der Orders
- Marktdaten
- Zusätzliche Gebühren
Es ist wichtig, dass Dein Online Broker Deine bevorzugte Handelsform ermöglicht und die Kosten dementsprechend niedrig hält.
Beachte zudem, ob Software, Marktdaten, Charts oder Plattformen im Preis integriert sind oder nicht, da Du sie sonst ggf. extern in Anspruch nehmen und dafür zusätzlich bezahlen musst.
Willst Du Futures oder CFDs handeln, brauchst Du neben dem Verrechnungskonto auch ein Margin-Konto (das bieten die meisten Broker direkt an). Dieses Konto ist dafür da, Deine Margin (Sicherheitszahlung) beim Handel mit Hebel einzufrieren.
Unsere Empfehlung: Zuerst das Trading Demokonto nutzen

Bevor Du echtes Geld einzahlst, teste jeden Broker zuerst im Demokonto. So prüfst Du nicht nur die Plattform, sondern auch Dich selbst: Wie reagierst Du, wenn eine Position ins Minus dreht, hältst Du Dich an Deinen Plan? Worauf es beim Demokonto sonst ankommt und wie lange Du üben solltest, steht oben bei den Lernmethoden.
Software und Broker zum Trading lernen Österreich
Es gibt viele gute Online Broker in Österreich. Unsere Favoriten stellen wir Dir hier kurz vor.
Unsere Top-Empfehlung: BlackBull Markets

BlackBull Markets ist unser Favorit für erfahrene Trader, die hohen Hebel und niedrige Kosten suchen. Der neuseeländische Broker, 2014 in Auckland gegründet, bietet ein sehr breites Handelsangebot und Hebel, die EU-Broker so nicht anbieten dürfen. Genau das ist seine Stärke und zugleich der Grund, warum er nicht für jeden passt.
Das Angebot umfasst über 26.000 handelbare Instrumente:
- Über 70 Forex-Paare
- Über 26.000 Aktien (physisch und als CFD)
- 27 Rohstoff-CFDs
- 12 Index-CFDs
- 16 Krypto-CFDs
Gehandelt wird über MetaTrader 4 und 5, cTrader und TradingView. Für physische Aktien gibt es zusätzlich die hauseigene App BlackBull Shares. Die Server stehen bei Equinix in NY4 und LD5, die nach Broker-Angaben unter 100 Millisekunden für die Ausführung brauchen.
Ein Blick auf die Kontomodelle zeigt, dass BlackBull Einsteiger wie Profis bedient:
| Merkmal | ECN Standard Für Einsteiger | ECN Prime Für erfahrene Trader | ECN Institutional Für Profi-Trader |
|---|---|---|---|
| Spreads (pips) | Ab 0,8 | Ab 0,1 | Ab 0,0 |
| Kommission | Keine | 6 US-Dollar pro Lot | 4 US-Dollar pro Lot |
| Mindesteinzahlung | 0 US-Dollar | 2.000 US-Dollar | 20.000 US-Dollar |
| Server (Equinix) | NY4/LD5 | NY4/LD5 | Individuelle Optionen |
| Min. Handelsgröße | 0,01 Lots | 0,01 Lots | 0,01 Lots |
| Hebel | Bis zu 1:500 | Bis zu 1:500 | Bis zu 1:500 |
| Swap-Free Option | Verfügbar | Verfügbar | Nicht verfügbar |
Bei den Gebühren handelt jeder Typ kosteneffizient. Der eigentliche Unterschied zu europäischen Brokern liegt beim Hebel: Bei BlackBull lässt sich die Leverage frei bis 1:500 einstellen, während EU-regulierte Broker durch die ESMA-Vorgaben auf maximal 1:30 für große Währungspaare begrenzt sind.
Der potenzielle Nachteil für österreichische Trader betrifft die Regulierung. BlackBull hat keine EU-Lizenz. Reguliert wird der Broker von der Financial Markets Authority Neuseelands (Tier 1) und von der Financial Services Authority der Seychellen, über die EU-Kunden in der Regel geführt werden. Die Kundengelder liegen getrennt vom Firmenvermögen bei der ANZ Bank in Neuseeland. Als Nicht-EU-Broker ist BlackBull Markets zudem nicht steuereinfach.
Wenn Du einen Hebel bis 1:500, Spreads ab 0,0 Pips und Zugang zu über 26.000 Märkten suchst und auf die strikteren EU-Regulierungen verzichten kannst, ist BlackBull Markets die beste Wahl für Dich.
Capital.com

Für den CFD Handel besonders gut geeignet ist der Onlinebroker Capital.com. Ein ansprechender und moderner Webauftritt, eine geringe Mindesteinzahlung von nur 20 Euro und ein kostenloses Demokonto sind einige der Vorzüge von dieser seriösen und lizenzierten Handelsplattform.
2020 gewann Capital.com sogar den Preis als beste Onlinehandelsplattform und hat damit bewiesen, dass sie zu den besten gehört, die der Markt zu bieten hat.
Es sind auch verschiedene Softwares verfügbar, die Dir helfen, den Markt zu analysieren und die unterschiedliche Qualitätsstufen haben:
MetaTrader

MetaTrader ist eine Software, die Du auf Dein Smartphone oder Deinen Rechner herunterladen oder online nutzen kannst und die sich auf vielen Broker-Websites einbinden lässt. MetaTrader ermöglicht Dir die Nutzung zahlreicher Charts und die Automatisierung Deines Tradings. So kannst Du zum Beispiel Stop-Loss- oder Take-Profit-Regeln aufstellen, Handelshistorien einsehen und Trades direkt aus der Software heraus tätigen.
TradingView

TradingView ist nicht nur eine Software, die Dir zahlreiche Charts und Möglichkeiten zur technischen Analyse an die Hand gibt, sondern auch eine Art soziales Netzwerk für Trader.
TradingView wird von vielen großen Brokern genutzt und lässt sich auf den Websites einbinden.
Du kannst verschiedene Charttypen mit individuellen Einstellungen nutzen und behältst so den vollen Überblick über Deine Trades.
Kosten und Gebühren im Trading
Trading kostet immer etwas. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Broker und fallen entweder laufend oder pro Transaktion an.
Laufend sind etwa Depot- und Kontoführungsgebühren. Pro Transaktion zahlst Du Spread und Kommission. Dazu kommen je nach Anbieter Kosten für Chartsoftware, Auszahlungen oder Inaktivität.

Bei den Modellen gibt es grob zwei Varianten: eine Flatrate mit festem Monatsbeitrag oder eine Abrechnung nach Anzahl und Größe Deiner Trades. Was günstiger ist, hängt davon ab, wie oft Du handelst. Für Einsteiger sind Angebote ohne hohe Fixkosten meist die bessere Wahl.
Welches Modell für Dich am sinnvollsten ist, hängt von Deinem Nutzungsverhalten und dem Ausmaß Deiner Trading-Aktivität ab. Für Einsteiger sind in der Regel Angebote ohne hohe Fixkosten die bessere Wahl.
Mögliche Trading Gebühren:
- Spread Gebühr (Unterschied Kaufs- Verkaufspreis)
- Kommissionen
- Swaps (Finanzierung der gehebelten Position über Nacht)
- Kontoführungsgebühren (eher selten)
- Marktdaten
- Inaktivitätsgebühren (eher selten)
- Ein- & Auszahlungsgebühren (eher selten)
Regulierung von Brokern in Österreich
Broker unterliegen in Österreich, so wie in vielen Ländern strengen gesetzlichen Regulierungen und müssen sich einem Lizenzierungsverfahren unterziehen. In Österreich ist dafür die FMA (Finanzmarktaufsicht) zuständig.

Die Aufsicht prüft, ob ein Anbieter alle Auflagen erfüllt, und lizenziert nur seriöse Broker. Achte bei der Auswahl unbedingt auf eine gültige Lizenz. Fehlt sie, entzieht sich der Broker jeder staatlichen Kontrolle, und das deutet meist auf Betrug hin.
Die Aufsicht schützt Deine Verbraucherrechte, verhindert Geldwäsche, setzt Hebelgrenzen und sichert Anleger bei einer Broker-Pleite ab. Für seriöse Broker ist die Lizenz zugleich ein Gütesiegel.
Nutzung von Regulierten Brokern:
In Österreich selbst sind nur wenige Broker ansässig, Flatex AT und Bitpanda sind die bekanntesten. Das muss Dich aber nicht einschränken: Dank EU-Passporting darf jeder Broker mit gültiger europäischer Lizenz seine Dienste auch in Österreich anbieten.
Ein BaFin-regulierter Broker aus Deutschland oder ein CySEC-regulierter Anbieter wie Capital.com aus Zypern kann Dich also ganz legal als Kunden aufnehmen. Wichtig dabei: Steuereinfach ist keiner dieser ausländischen Broker. Gewinne musst Du selbst in der Einkommensteuererklärung angeben.

Bekannte Regulierungen sind:
- BaFin (Deutschland)
- CySEC (Zypern)
- FCA (Großbritannien)
- ASIC (Australien)
- CIMA (Cayman Island)
- IFSC (Belize)
- CFTC (USA)
Ist Trading in Österreich erlaubt?
Ja. Trading ist in Österreich legal, solange Du bei einem regulierten Broker handelst. Die FMA (Finanzmarktaufsicht) überwacht den heimischen Markt, und jeder Broker mit EU-Lizenz darf dank MiFID-II-Passporting auch in Österreich seine Dienste anbieten.
Verboten ist nicht das Trading selbst, sondern der Betrieb unregulierter Plattformen und bestimmte Praktiken wie Insiderhandel oder Marktmanipulation. Handelst Du über einen lizenzierten Anbieter und versteuerst Deine Gewinne korrekt, bewegst Du Dich auf sicherem rechtlichem Boden.
Trading Steuern für Trader aus Österreich
Grundsätzlich werden Gewinne aus Kapitalanlagen besteuert, wie hoch die Steuer im Detail ist, hängt von der Höhe der erzielten Gewinne und der Anlageform ab.
So liegen die Steuern auf Spekulations-Gewinne zum Beispiel je nach Höhe des Gewinns zwischen 25 und 55 Prozent (abhängig von dem Einkommenssteuersatz), während Gewinne aus Kryptospekulationen pauschal mit 27,5 Prozent besteuert werden.
Als Gewinne zählen dabei nur solche Zuwächse, die auch tatsächlich generiert worden sind.
Hältst Du beispielsweise Aktien, wird der Kursgewinn erst beim Verkauf steuerlich relevant — vorher fällt keine KESt an, egal wie stark die Position im Plus steht.
Vielfach wird diese Steuer schon vom Broker abgeführt und Du musst Dich nicht darum kümmern, sie zu entrichten.
Steuern in Österreich & Assets im Überblick (Stand 2026):
| Produkt | Steuersatz | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Aktien, ETFs, Anleihen, Fonds | 27,5 % KESt | § 27a Abs 1 EStG |
| Krypto (Kauf ab 1.3.2021) | 27,5 % KESt | § 27a Abs 1 EStG |
| Verbriefte Derivate (Zertifikate, Optionsscheine, verbriefte Optionen) | 27,5 % KESt | § 27a Abs 1 Z 2 EStG |
| Unverbriefte Derivate (CFDs, Forex, Futures, nicht verbriefte Optionen) | progressiver Einkommensteuertarif, bis 55 % | § 27a Abs 2 Z 7 EStG |
Den ersten Trade eröffnen
Der Broker steht, Du hast Dich mit dem Demokonto an die Plattform gewöhnt, jetzt kommt der erste Trade mit echtem Geld. Bevor Du auf „Kaufen“ klickst, kläre drei Fragen:
- Markt auswählen: Aktien, Währungen, Rohstoffe?
- Zeithorizont bestimmen: Intraday rein und wieder raus, oder eine Position über Wochen und Monate halten?
- Positionierung: Setzt Du auf steigende Kurse (Long) oder auf fallende (Short)?
Dazu gehört ein konkreter Plan: Bei welchem Kurs nimmst Du Gewinne mit, und wo liegt Dein Stop-Loss? Diese Zahlen legst Du fest, bevor Du den Trade eröffnest. Sobald echtes Geld im Markt steckt, übernehmen Emotionen das Steuer. „Ich halte noch ein bisschen“ ist der teuerste Satz im Trading.
Steht der Plan, kannst Du die Order aufgeben. Bei den meisten Brokern geschieht das über die Ordermaske: Markt auswählen, Volumen eingeben, Ordertyp festlegen (Market, Limit oder Stop), bestätigen. Manche Plattformen, etwa MetaTrader 4/5, erlauben es Dir auch, direkt aus dem Chart heraus zu ordern. Ein Klick auf den Kurs, Position definiert, fertig.
Anleitung zur Orderausführung:

- Asset auswählen
- Analyse und Charting betreiben
- Positionsgröße wählen
- Stop-Loss (Risikobegrenzung) nutzen
- Take-Profit (Zielsetzung) festlegen
- Trade eröffnen mit Buy oder Sell Order
Den Umgang mit Hebelwirkung im Trading lernen
Was bedeutet Hebel an der Börse?
Ein Hebel ist eine Möglichkeit, mit demselben eingesetzten Kapital höhere Gewinne oder auch Verluste zu erzielen. Du nutzt dann eine Margin (Sicherheitsleistung) beim Broker und diese wird per Hebel multipliziert.
Dein Gewinn oder Verlust wird mit dem Hebel multipliziert. Bei einem Hebel von 5 bedeutet das: Steigt der Kurs um 2 %, machst Du 10 % Plus. Fällt er um 2 %, sind 10 % Deines Einsatzes weg.
Steigt der Kurs um zehn Prozent, hast Du einen Gewinn von 50 Prozent erzielt.

Ein Hebel ist eine gute Möglichkeit, um mit recht geringem Kapital hohe Gewinne zu erzielen. Allerdings vervielfachen sich auch Verluste, was dazu führen kann, dass große Teile des eingesetzten Kapitals verloren gehen.
Bei einem Hebel von 10 und einem Kursverlust von 10 % verlierst Du nicht ein Zehntel Deines Einsatzes. Du verlierst alles. Bei den meisten Brokern kannst Du selbst entscheiden, ob Du mit Hebel handelst oder nicht. Die gängigsten gehebelten Finanzprodukte sind CFDs, Futures, Forex und Optionen.
Nützliche Strategien und Handelsarten von Tradern
| Stil | Haltedauer | Zeitaufwand | Für Anfänger |
|---|---|---|---|
| Scalping | Sekunden bis Minuten | Sehr hoch, dauerhaft am Bildschirm | Zu schnell, hohe Kosten durch viele Trades |
| Daytrading | Minuten bis Stunden, keine Overnight-Position | Hoch, mehrere Stunden täglich | Anspruchsvoll, erst im Demokonto üben |
| Swingtrading | Tage bis wenige Wochen | Moderat, tägliche Kurzanalyse | Gut neben dem Beruf |
| Position-Trading | Wochen bis Monate | Niedrig, gelegentliche Analyse | Wenig Stress, einsteigerfreundlich |
Was ist die beste Tradingstrategie?
Unterschiedliche Trader werden Dir darauf eine unterschiedliche Antwort geben, denn verschiedene Strategien können zum Erfolg führen, und die für Dich ideale Wahl hängt auch davon ab, womit Du Dich wohlfühlst, worauf Dein Fokus liegt und wie viel Zeit Du mit dem Trading verbringen möchtest.
Die verschiedenen Anlagestrategien unterscheiden sich hauptsächlich in der Länge der Zeit, in der eine Anlage gehalten wird.
So gibt es z.B.:
- Daytrading
- Scalping
- Positionstrading
- Swing Trading
Daytrading
Daytrading ist darauf ausgelegt, Positionen innerhalb eines Handelstages lang zu halten und vor Börsenschluss wieder zu schließen, was Gebühren spart und viele Trades in kurzer Zeit ermöglicht, wodurch Verluste und Gewinne einander ausgleichen und absichern werden können.
Beispiel: Daytrading nach der Lunten-Strategie
Die Lunten-Strategie liest die Dochte einzelner Kerzen. Eine lange untere Lunte an einer Unterstützung heißt: Der Kurs ist kurz gefallen, die Käufer haben ihn aber sofort zurückgeholt. Diese Ablehnung ist Dein Einstiegssignal.

Am Abend des 11. Juni, gegen 19:30 Uhr MESZ und damit mitten in der liquiden US-Session, fällt EUR/USD im 15-Minuten-Chart auf rund 1,1505. Die Kerze dreht sofort. Sie schließt deutlich höher und bildet eine klare lange untere Lunte. Die tiefen Kurse wurden abgelehnt.
Angenommen, Dein Konto umfasst 10.000 €, nach der 1-%-Regel riskierst Du also höchstens 100 € pro Trade.
- Entry: 1,1525, mit der Folgekerze nach der Lunte
- Stop-Loss: 1,1500, knapp unter dem Tief der Lunte, Risiko 25 Pips
- Target: 1,1575, am nächsten Widerstand, Chance 50 Pips, CRV 2:1
- Positionsgröße: so wählen, dass 25 Pips Risiko genau 100 € ergeben, bei EUR/USD rund 0,45 Standard-Lots
Greift der Stop, verlierst Du 100 €, also 1 % des Kontos. Läuft der Trade ins Target, gewinnst Du 200 €. Im Chart lief der Kurs nach der Lunte tatsächlich bis über 1,1575, das Target wäre also erreicht worden.
Nicht jede Lunte führt zum Gewinn. Entscheidend ist, dass Du Stop und Target vor dem Einstieg festlegst und Dich daran hältst.
Scalping

Scalping ist ein Tradingansatz, bei dem Anlagen noch deutlich kürzer gehalten und schon nach Minuten oder sogar Sekunden wieder verkauft werden.
Scalping erfordert noch mehr Zeiteinsatz als Daytrading, denn Du solltest den Markt dauerhaft beobachten, um gute Chancen zu finden. Weil es beim Scalping darauf ankommt, im richtigen Moment eine oft größere Menge an Trades zu tätigen und bei fallenden Kursen sofort Schadensbegrenzung zu betreiben, sprich zu verkaufen, nutzen viele Scalper automatisierte Trades, auch als Tradingbots bekannt.
Positionstrading
Positionstrading hingegen ist gemütlicher und setzt auf längerfristige Anlagen, die häufig einen höheren Einzelwert haben. Hierbei sind Schwankungen im Tagesgeschäft weniger relevant, vielmehr geht es darum, ob ein Unternehmen oder eine Anlage längerfristig Wachstumspotenzial hat oder erwartbarerweise langfristig Kursverluste hinnehmen muss.
Swing Trading

Zusätzlich gibt es auch Anlagestrategien wie das Swingtrading, bei dem es darum geht, Swings, also Ausschläge des Kurses nach unten oder nach oben, zu erkennen und entsprechende Trades zu platzieren.
Hierbei geht es weniger um die zeitliche Komponente als darum, dass Du Kurzzeittrends nutzt, um Gewinne zu erzielen.
In der Regel werden Positionen von Swingtradern ein paar Tage bis zwei Wochen gehalten.
Es gibt noch viele weitere spezifische Strategien, die unterschiedliche Ansätze verfolgen.
Sobald Du weißt, ob Du Positionen Minuten, Tage oder Monate halten willst, hast Du die erste Grundlage für Deine eigene Strategie.
Wie viel Geld kann man mit Trading verdienen?
Nach oben gibt es keine feste Grenze. Praktisch sieht es für die meisten anders aus.
Legenden wie George Soros, der 1992 mit einer einzigen Wette gegen das britische Pfund über eine Milliarde verdiente, sind die seltene Ausnahme, nicht die Regel. Für private Trader gilt das Gegenteil: Laut ESMA verlieren 74 bis 89 % der privaten CFD-Konten Geld, bei durchschnittlichen Verlusten von 1.600 bis 29.000 € pro Kunde. Jeder EU-regulierte Broker muss seine eigene Quote veröffentlichen.
Wie viel Du verdienst, hängt also weniger von der theoretischen Obergrenze ab. Deine Disziplin und Risikomanagement bestimmen den Erfolg.
Welche Risiken im Trading gibt es?
Trading bleibt ein Risikogeschäft. Erfolg lässt sich nie garantieren, jede Strategie kann schiefgehen, und dann ist eingesetztes Geld weg.
Zwei Regeln schützen Dich: Setz nur Geld ein, auf das Du nicht angewiesen bist, und mach niemals Schulden für Trades. Leg vorher fest, wo Du aussteigst, um Verluste zu begrenzen.
Dazu kommt die Psychologie. Kurse folgen nicht nur rationalen Gründen, sondern auch der Stimmung am Markt. Eine politische Wahl etwa kann Anleger nervös machen und Kurse bewegen, ganz ohne handfesten Anlass. Achte deshalb auch auf Deine eigenen Beweggründe, lass Dich nicht von Angst oder Gier treiben, sondern folge Deinem Plan.
Trading Indikatoren als Hilfsmittel benutzen
Indikatoren helfen Dir, die Marktlage einzuschätzen und mögliche Wendepunkte zu erkennen. Sie rechnen vergangene Kursbewegungen in Formeln um und liefern daraus Kauf- oder Verkaufssignale.

Meist sind Trendindikatoren gemeint, daneben gibt es aber auch Momentum-, Volumen- und Volatilitätsindikatoren.
Zu den bekanntesten Indikatoren beim Trading gehören:
- Oszilatoren
- Moving Average Convergence/Divergence (MACD)
- Bollinger Bänder
- Gleitende Durchschnitte
Fazit: So startest Du in Österreich mit dem Trading
Trading lässt sich in Österreich problemlos lernen, und mit dem richtigen Fundament macht es sogar Spaß. Entscheidend ist, dass Du eine Strategie festlegst und den Markt verstehst, bevor echtes Geld fließt. Dein Wissen ist dabei Dein wichtigstes Kapital.
Dieser Artikel ist ein Anfang, aber kein Ersatz für echte Praxis. Auf trading.de bekommst Du ein vollständiges Mentoring-Programm, in dem Du im 1-zu-1-Modell von erfahrenen Tradern lernst, worauf es ankommt.
Du willst tiefer einsteigen? Schreib uns!
Meist gestellte Fragen zum Trading in Österreich:
Wie teuer ist Trading?
Die Gebühren für Trading unterscheiden sich je nach Plattform voneinander. Es gibt verschiedene Kosten, die anfallen können.
Dazu gehören Depot- und Kontoführungsgebühren, Spreads, Kommissionen und vieles mehr. Generell ist die Höhe der Gebühr prozentual abhängig vom Ordervolumen
Ist Trading gefährlich?
Trading ist eine Risikoanlageform und wer Dir eine Kapitalrendite verspricht, ist kein seriöser Anbieter. Es gibt aber mehr und weniger riskante Anlagestrategien und durchaus Wege, das Risiko sehr begrenzt zu halten.
Was ist Scalping?
Scalping ist eine Anlagestrategie, die Wertanlagen nur sehr kurze Zeiträume hält und direkt wieder verkauft. Es wird dabei im Minuten- oder teilweise sogar im Sekundentakt gehandelt.
Ist in Österreich das Trading gesetzlich eingeschränkt?
Nein. Das Trading unterliegt in Österreich keinerlei Einschränkungen. Du kannst jedes beliebige Finanzprodukt als privater Trader nutzen und investieren. Broker sind lediglich in der Vermarktung von bestimmten Anlagen reguliert und beschränkt. Die Gesetze dienen zum Schutz des Anlegers. Beispielsweise darf kein Hebel von über 1:30 an Österreichische Trader angeboten werden
Wie viel Startkapital brauche ich als Österreichischer Trader?
Das Online Trading lässt sich bereits ab wenigen Euros Startkapital durchführen. Manche Broker verlangen lediglich 10€ oder sogar weniger für die Eröffnung eines Trading-Kontos. Das Startkapital ist immer abhängig vom Finanzprodukt und genutzen Trading Broker.




















